Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Brand in Industriegebiet Neue Breite: Lagerhalle zerstört

Eine Lagerhalle in Vollbrand, Einsatzkräfte bekämpfen Feuer unter erschwerten Bedingungen. Akute Einsturzgefahr, Gasflaschen mit Acetylen in der Halle.

Brandentwicklung 19:15 Uhr
Foto: Presseportal.de

Helmstedt (ost)

In Helmstedt. Gestern Abend wurden die Feuerwehren aus Helmstedt und Emmerstedt zu einem Feuer im Industriegebiet Neue Breite alarmiert. Bereits auf dem Weg dorthin war eine starke Rauchentwicklung zu sehen, weshalb die Alarmstufe sofort auf B_3 erhöht wurde.

Als die Einsatzkräfte ankamen, stand eine Industriehalle in Flammen. Die ersten Löschmaßnahmen wurden sofort eingeleitet. Ein Innenangriff war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich: Bei einer Stahlhalle verliert die Struktur unter Hitze schnell an Festigkeit, was zu akuter Einsturzgefahr führte. Diese Einschätzung bestätigte sich kurz darauf, als das Dach der Halle einstürzte. Außerdem befanden sich mehrere Gasflaschen in der Halle, darunter Acetylen, das als äußerst gefährlich gilt.

Das Hauptziel des Einsatzes war der Schutz des angrenzenden Verwaltungsgebäudes. Dies gelang durch den Aufbau einer Riegelstellung. Es waren zeitweise vereinzelte kleine Explosionen zu hören. Das Feuer wurde mit mehreren Strahlrohren und den Wenderohren der beiden Drehleitern von außen bekämpft, was nur unter schwerem Atemschutz möglich war.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde um 19:17 Uhr eine MOWAS-Warnung über NINA und KatWarn ausgegeben. Diese konnte am nächsten Morgen um 7:30 Uhr aufgehoben werden. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurden mehrere Leitungen von Hydranten zur Einsatzstelle verlegt; außerdem wurde Wasser aus dem Kuhteich an der Marientaler Straße gepumpt. Aus diesem Grund mussten die B244 zwischen Helmstedt-West und der Kreuzung am McDonald’s sowie die Marientaler Straße ab der Firma Hoyer vollständig gesperrt werden.

Der Fachzug Messen der Kreisfeuerwehr führte regelmäßig Schadstoffmessungen im Stadtgebiet und in den angrenzenden Gemeinden durch. Zur Erkundung der Situation wurde außerdem die Drohne der Kreisfeuerwehr angefordert. Die Verpflegungsgruppe versorgte die rund 150 Einsatzkräfte mit Getränken und warmen Mahlzeiten. Der Landrat, der Erste Kreisrat und der Bürgermeister machten sich vor Ort ein Bild von der Situation.

Um die Brandherde unter dem eingestürzten Hallendach zu erreichen, wurde ein Bagger einer Fachfirma zur Einsatzstelle beordert.

Text und Fotos: Andreas Meißner (Kreispressesprecher Nord), Alexander Weis (Pressesprecher Feuerwehr Helmstedt)

Quelle: Presseportal

nf24