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Braunschweig: Verdächtige Paketdienstfahrer festgenommen

Ein geöffnetes Paket sorgt für Misstrauen bei einem Kunden, was zur Festnahme der Zusteller und laufenden Ermittlungen führt.

Foto: Depositphotos

Braunschweig (ost)

Nordstadt, 27.11.2025, 13:30 Uhr

Verdächtiges Paket beunruhigt Kunden

Letzte Woche sollte ein 59-jähriger Braunschweiger ein hochwertiges Tablet von einem Online-Versandhandel geliefert bekommen. Ein Zustellversuch am Tag zuvor war fehlgeschlagen. Nachdem er ein Zustellpasswort genannt hatte, erhielt der Mann ein Paket, das offenbar bereits geöffnet worden war. Anstelle des Tablets befand sich darin ein Elektronikteil, das zwar dem bestellten Gerät in Gewicht und Größe entsprach, jedoch nicht im Wert. Daraufhin informierte der 59-Jährige die Polizei. Da vermutet wurde, dass sich das Tablet im Zustellfahrzeug befand, wurde von der Staatsanwaltschaft Braunschweig ein Durchsuchungsbeschluss erlassen. Bei der Untersuchung des Fahrzeugs wurden mehrere geöffnete und teilweise leere Kartons gefunden. Auch hochwertige Elektronikartikel wurden entdeckt. Da im Fahrzeug verschiedene Hohlräume als Versteck für Pakete oder deren Inhalt genutzt wurden, wurde das Fahrzeug zur anschließenden Durchsuchung beschlagnahmt. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft wurde auch der Wohnsitz des Zustellers durchsucht. Dabei wurden weitere Elektronikartikel, teilweise originalverpackt, gefunden. Außerdem wurde ein offensichtlich neuwertiges Mobiltelefon sichergestellt, das der Zusteller bei sich trug. Er konnte keinen Eigentumsnachweis vorlegen.

Am Abend des 27.11.2025 meldete sich auch der Disponent des Zustelldienstes bei der Polizei. Er hatte bei dem Fahrer, der das Paket am Vortag zustellen sollte, ein Tablet gefunden. Es handelte sich um das vom Kunden bestellte Tablet.

Beide Zusteller wurden vorläufig festgenommen und sind nun Beschuldigte in Strafverfahren wegen Diebstahls in besonders schwerem Fall. Die weiteren Ermittlungen sind im Gange.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Niedersachsen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 12917 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 13218 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4662 im Jahr 2022 auf 5070 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3226 im Jahr 2022 auf 3422 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 2212 männlich, 1014 weiblich und 788 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 12.917 13.218
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.662 5.070
Anzahl der Verdächtigen 3.226 3.422
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.212 2.310
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.014 1.112
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 788 950

Quelle: Bundeskriminalamt

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