Beamte greifen mutmaßliche Drogenhändler durch – Betäubungsmittel und Messer sichergestellt. Einsatzkräfte verhindern Flucht und nehmen mehrere Tatverdächtige fest.
Buchholz-Kleefeld: Polizeiaktion in Hannovers Innenstadt

Hannover (ost)
Am Donnerstag, 06.03.2026, führte die Polizeidirektion Hannover einen langen Einsatz durch, um den Drogenhandel zu bekämpfen und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken. Die Einsatzkräfte waren in der gesamten Innenstadt präsent und haben viele Verstöße festgestellt und geahndet.
Am Nachmittag begannen sowohl zivile als auch uniformierte Einsatzkräfte der Polizeistation Raschplatz und der Polizeiinspektion Besondere Dienste den Einsatz, um gegen den Drogenhandel und aggressives Verhalten vorzugehen. Gleichzeitig patrouillierte die sogenannte Quattrostreife, bestehend aus Kräften der Polizeidirektion Hannover, der Bundespolizei, des städtischen Ordnungsdienstes und der DB Sicherheit, im Bahnhofsumfeld und im nahegelegenen Gerichtsviertel.
Um 14:00 Uhr wurde ein 38-jähriger Mann am Raschplatz innerhalb der Waffenverbotszone von einem zivilen Beamten kontrolliert. Er hatte ein Einhandmesser dabei, das beschlagnahmt wurde. Der Mann wurde angezeigt.
Um 14:25 Uhr bemerkten zivile Polizeibeamte in der Andreaestraße und Schillerstraße mehrere Personen, die dem Drogenmilieu zugeordnet werden konnten. Kurz darauf beobachteten die Beamten in der Andreaestraße einen 35-jährigen Verdächtigen beim Verkauf von Marihuana. Sie sicherten die Verkaufseinheiten bei drei Käufern und beschlagnahmten bei dem Mann weitere Drogen sowie 150 Euro mutmaßliches Dealgeld. Er erhielt einen Platzverweis.
Um 15:00 Uhr wurde ein 32-jähriger mutmaßlicher Dealer in der Andreaestraße dabei erwischt, wie er Marihuana im großen Stil verkaufte. Neben Bargeld fanden die Beamten auch einen sogenannten Bunker mit weiteren 31 Verkaufseinheiten. Da der Mann zudem ein Aufenthaltsverbot hatte, wurde eine entsprechende Ordnungswidrigkeitenanzeige erstattet.
Um 15:50 Uhr wurde ein 29-Jähriger in der Waffenverbotszone kontrolliert. Da er ein Taschenmesser dabei hatte, leiteten die Polizisten ein Verfahren ein.
Ab 15:35 Uhr geriet ein 16-jähriger Jugendlicher am „Stellwerk“ ins Visier der Polizei. Er wurde beim Verkauf von Kokain an Konsumenten beobachtet. Einer der Käufer wurde kontrolliert und bei ihm wurde Kokain gefunden. Der Jugendliche flüchtete zunächst, wurde aber später an einer Haltestelle festgenommen. Ein Mobiltelefon und mutmaßliches Dealgeld wurden beschlagnahmt.
Zwei weitere Personen verließen die Wohnung und stiegen in ein Auto, in dem bereits zwei Männer warteten. Das Auto fuhr zur Strangriede, wo die Zivilkräfte mehrere Drogengeschäfte mit Konsumenten beobachteten. Bei einem Stopp an einer Kreuzung in der Nienburger Straße gab der Fahrer Vollgas und fuhr los, als sich eine 31-jährige Beamtin ihm näherte. Sie konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ein anderer Beamter musste ebenfalls ausweichen. Der Fahrer blieb unverletzt.
Die Polizei verfolgte das flüchtige Auto, das schließlich in der Warstraße anhielt. Die Insassen flüchteten in verschiedene Richtungen. Ein 22-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen und leistete erheblichen Widerstand gegen zwei Polizeibeamte. Diese erlitten Schürfwunden.
Der 22-Jährige und der 16-Jährige wurden in Gewahrsam genommen.
Die Wohnung, aus der die Männer kamen, wurde durchsucht. Es wurden etwa zwei Kilogramm Marihuana, rund 40 Gramm Kokain und verschiedene Messer gefunden und beschlagnahmt. Im Auto fanden die Beamten 23 Gramm Marihuana und ein Messer.
Zwei weitere Tatverdächtige betraten die Wohnung und wurden festgenommen. Einer von ihnen wurde als Fahrer des flüchtigen Fahrzeugs identifiziert.
Am Freitag, 06.03.2026, wurden drei Tatverdächtige im Alter von 16, 20 und 22 Jahren in Untersuchungshaft genommen. Ein 31-Jähriger wurde freigelassen. ram/ms
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen eine leichte Steigerung. Im Jahr 2022 wurden 35.970 Fälle erfasst, wovon 33.839 gelöst wurden. Es gab insgesamt 30.300 Verdächtige, davon waren 26.376 männlich und 3.924 weiblich. 7.947 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 29.653, wovon 25.755 männlich und 3.898 weiblich waren. 8.584 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt








