Ein unbekleideter Mann griff Polizisten an, verletzte einen Beamten und wurde festgenommen. Verdacht auf Drogenkonsum.
Bückeburg: Tätlicher Angriff auf Polizeibeamte in Stadthagen

Stadthagen (ost)
Am Mittwochabend, den 09.06.2026, ereignete sich in der Teichstraße in Stadthagen ein größerer Polizeieinsatz, nachdem mehrere Autofahrer gegen 23:05 Uhr eine nackte und möglicherweise bewaffnete Person auf der Straße gemeldet hatten.
Nach bisherigen Informationen befand sich ein 41-jähriger Mann aus Stadthagen zunächst an der Kreuzung Teichstraße/Lauenhäger Straße und lief dort ziellos auf der Straße. Eine Streifenwagenbesatzung des Polizeikommissariats Stadthagen traf den Mann kurz darauf etwa 100 Meter weiter in Richtung Herminenstraße an.
Die Beamten stellten fest, dass der Mann nackt war, mit weißer Farbe bedeckt war und Verletzungen am Bauch und an einem Oberschenkel hatte. Ein zuvor gemeldetes Messer konnte nicht gefunden werden.
Als die Beamten ihn ansprachen, legte sich die Person zunächst auf den Boden. Als die Polizisten näher kamen, sprang der Mann jedoch plötzlich auf, zeigte aggressives Verhalten und ging auf die Beamten zu. Nach einem Fluchtversuch wurde er an der Kreuzung Teichstraße/Herminenstraße gestoppt und zu Boden gebracht.
Während der Fixierung leistete der Mann erheblichen Widerstand und trat mehrmals nach einem Polizisten. Der 32-jährige Beamte erlitt dabei leichte Verletzungen, konnte jedoch weiterhin seinen Dienst verrichten.
Mit Hilfe von weiteren Einsatzkräften aus Bückeburg und Bad Nenndorf konnte der Mann schließlich unter Kontrolle gebracht und festgenommen werden. Ein Rettungsdienst übernahm die medizinische Versorgung vor Ort. Nach der Erstversorgung wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht.
Bei den folgenden Ermittlungen fanden die Beamten ein Messer und eine selbstgemachte Maske in der Nähe des ursprünglichen Einsatzortes. Weitere Untersuchungen führten zu einer Wohnung des 41-Jährigen in der Nähe. Dort wurden unter anderem Drogen, offenbar neue psychoaktive Substanzen und mehrere Messer mit Rückständen gefunden. Die Gegenstände wurden beschlagnahmt.
Es besteht der Verdacht, dass der Mann aufgrund des Konsums von Drogen und neuen psychoaktiven Substanzen in einem psychischen Ausnahmezustand war. Er soll sich selbst verletzt und mit Farbe übergossen haben.
Der 41-Jährige wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Es besteht derzeit keine Lebensgefahr.
Gegen den Mann wurden Ermittlungen wegen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und anderer möglicher Straftaten eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 35.970 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, wobei 33.839 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 30.300, wovon 26.376 männlich und 3.924 weiblich waren. Darüber hinaus wurden 7.947 nicht-deutsche Verdächtige identifiziert. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank jedoch auf 29.653, wovon 25.755 männlich und 3.898 weiblich waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 8.584. Im Vergleich zur Region Nordrhein-Westfalen, die im Jahr 2023 die meisten registrierten Drogenfälle in Deutschland aufwies (73.917), sind die Zahlen in Niedersachsen vergleichsweise niedriger.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle in Niedersachsen. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.665 Fällen gemeldet, was 0,79% entspricht. Der Großteil der Unfälle (81,86%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts gab es 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








