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Bundespolizeidirektion Hannover, Polizeikontrolle an Hauptbahnhöfen: Waffen sichergestellt, Haftbefehle vollstreckt.

Im Rahmen des bundesweiten Schwerpunkteinsatzes wurden am vergangenen Wochenende mehrere gefährliche Gegenstände sichergestellt und Haftbefehle vollstreckt.

Foto: unsplash

Hannover (ost)

Um die Gewaltkriminalität zu bekämpfen, wurden im Rahmen des bundesweiten Schwerpunkteinsatzes im Bereich der Bundespolizeidirektion Hannover an den Hauptbahnhöfen Hamburg, Bremen und Hannover erneut polizeiliche Kontrollen durchgeführt, da sie als kriminalpolizeiliche Brennpunkte gelten.

Während der beiden Einsatznächte konnten die Polizeibeamtinnen und -beamten der Bundespolizei mehrere Messer, Pfeffersprays, Schlagringe und sogar eine Schreckschusswaffe sicherstellen, sowie mehrere Haftbefehle vollstrecken.

Zusammenfassung des Einsatzes in Zahlen:

Insgesamt wurden 27 Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und Zwangsgelder bei Verstößen gegen die Allgemeinverfügung angedroht.

Die Bundespolizeiinspektionen Hamburg, Bremen und Hannover waren mit insgesamt knapp 350 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten der Bundespolizei im Einsatz. Sie erhielten Unterstützung von der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit Hannover (MKÜ), Kräften der Bundesbereitschaftspolizei, mehreren Diensthundeführern und Super-Recognisern.

Einschätzung des Einsatzes durch den Präsidenten der Bundespolizeidirektion Hannover, Michael Schuol: „Auch dieser Schwerpunkteinsatz mit den vielen Feststellungen hat wieder gezeigt, wie wichtig und effektiv derartige Großkontrollen sind. Leider führen immer noch zu viele Reisende gefährliche Gegenstände mit sich – wir dulden dies weder in den Bahnhöfen noch in den Zügen. Deshalb werden wir auch in den kommenden Wochen und Monaten angekündigte und unangekündigte Kontrollen durchführen – unser Ziel ist es, dass alle Reisenden sicher reisen und sich im Bahnhofsbereich sicher fühlen.“

Es gab während des gesamten Einsatzzeitraums eine abgestimmte, verlässliche und konstruktive Zusammenarbeit mit den jeweiligen Landespolizeien in Bremen, Hamburg und Hannover, der DB Sicherheit sowie den anderen Partnern aus den Sicherheitskooperationen der Behörde.

Besondere Sachverhalte / Feststellungen:

Hamburg

Am Freitagabend (27.03.26) wurden im Hauptbahnhof Hamburg bei einem 36-jährigen Libyer zwei total gefälschte Führerscheine, eine fremde Bankkarte, eine Zwille sowie diverse Betäubungsmittel gefunden. Die Gegenstände wurden beschlagnahmt. Es wurden Strafverfahren wegen Unterschlagung, Urkundenfälschung, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Hannover

Am Sonntag (29.03.26) wurde bei einem 21-Jährigen eine Schreckschusswaffe entdeckt. Bei der präventiven Kontrolle am Hauptbahnhof Hannover wies der Betroffene eigenständig auf seine mitgeführte Schreckschusswaffe hin, die zugriffsbereit und eingeklemmt zwischen Gürtel und Rücken gefunden wurde. Trotz des Vorliegens eines Kleinen Waffenscheins wurden die Waffe sichergestellt und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Waffengesetz eingeleitet.

Bremen

Am Freitag (27.03.26) stürzte ein 68-jähriger Mann am Bremer Bahnsteig ohne Fremdeinwirkung und verletzte sich am Kopf. Eintreffende Kräfte stellten eine Kopfblutung und fehlende Atmung fest. Dank der zeitnah eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen durch zwei Einsatzkräfte konnte der Mann schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden und ist mittlerweile außer Lebensgefahr. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link zur Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Bremen: https://www.presseportal-de/blaulicht/pm/70255/6245243

Die Pressemitteilung des Bundespolizeipräsidiums mit einer Bilanzierung des bundesweiten Gesamteinsatzes kann unter folgendem Link eingesehen werden: http://presseportal.de/blaulicht/pm/73990/6246436

Hinweis: Die statistischen Daten basieren auf einem Sondermeldedienst und können sich im Rahmen der Qualitätssicherung noch ändern.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 35.970 Fälle erfasst, von denen 33.839 gelöst wurden. Es gab 30.300 Verdächtige, darunter 26.376 Männer, 3.924 Frauen und 7.947 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch auf 29.653 zurück, mit 25.755 männlichen Verdächtigen, 3.898 weiblichen Verdächtigen und 8.584 Nicht-Deutschen. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 35.970 36.058
Anzahl der aufgeklärten Fälle 33.839 33.800
Anzahl der Verdächtigen 30.300 29.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 26.376 25.755
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 3.924 3.898
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 7.947 8.584

Quelle: Bundeskriminalamt

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