Schülerinnen und Schüler lernen, wie gefährlich der tote Winkel im Straßenverkehr sein kann und wie man sich schützen kann.
Celle: Schulbuslotsen warnen vor totem Winkel

Lachendorf (ost)
Die Schülerlotsen der Oberschule Lachendorf und des Immanuel-Kant-Gymnasiums setzen sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Sicherheit ihrer Mitschüler auf dem Schulweg ein. Ein wichtiges Thema ist und bleibt dabei der „tote Winkel“ – eine oft unterschätzte, aber weiterhin hochgefährliche Situation im Straßenverkehr. Am Mittwoch, dem 25.02.2026, stand dieses Thema im Mittelpunkt der AG-Stunden an der Oberschule Lachendorf. Zusammen mit dem Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Celle, Karsten Wiechmann, beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem Thema „toter Winkel“. Die Firma CeBus stellte bei der Aktion einen großen Werkstattwagen zur Verfügung. Dieser wurde genutzt, um den toten Winkel rund um Busse und andere große Fahrzeuge anschaulich zu präsentieren. Besonders beeindruckend war der Perspektivwechsel: Als die Jugendlichen selbst auf dem Fahrersitz saßen, stellte sich immer wieder mit großem Erstaunen heraus, wie viele Menschen und Gegenstände trotz Spiegeln nicht sichtbar waren.
Der tote Winkel entsteht dort, wo Fahrer – insbesondere von Bussen, Lkw oder Transportern – trotz Spiegeln keine direkte Sicht haben. Besonders beim Abbiegen, vor allem nach rechts, besteht für Fußgänger und Radfahrer eine erhöhte Gefahr. Personen im toten Winkel werden oft übersehen.
Daher lautet ein wichtiger Merksatz:
„Nur wenn man der Fahrerin oder dem Fahrer direkt durch ein Fenster oder indirekt über die Spiegel in die Augen sehen kann, wurde man möglicherweise gesehen.“ Wenn dies nicht der Fall ist, sollte immer von Gefahr ausgegangen werden.
Tipps der Polizei im Zusammenhang mit dem toten Winkel:
Abstand halten: Niemals direkt neben oder vor großen Fahrzeugen stehen
Blickkontakt suchen: Erst losgehen oder weiterfahren, wenn klarer Blickkontakt besteht
Abbiegesituationen vermeiden: Wenn ein großes Fahrzeug an der Ampel steht und abbiegen will, lieber warten und es zuerst fahren lassen
Position bewusst wählen: Wenn ein abbiegendes Fahrzeug bereits an der Ampel steht, von Anfang an dahinter bleiben
Im Zweifel warten: Sicherheit geht immer vor Schnelligkeit
Die Arbeit der Schülerlotsen trägt wesentlich zur Verkehrssicherheit bei. Durch Aufklärung und umsichtiges Verhalten lassen sich die Risiken des toten Winkels deutlich verringern.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Niedersachsen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 211.737 Unfälle. Davon entfallen 32.471 Unfälle auf Personenschäden, was 15,34% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 4.271 Unfälle aus, was 2,02% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 1.665, was 0,79% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 173.330, was 81,86% aller Unfälle ausmacht. In Ortslagen innerorts gab es 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Die Anzahl der Getöteten beträgt 423, Schwerverletzte 5.122 und Leichtverletzte 36.247.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








