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Chemikalienaustritt bei Industrieunternehmen in Dannenberg

Feuerwehr kämpft stundenlang gegen Gefahrstoffaustritt. Einsatzleitung erklärt Einsatz am Morgen für beendet.

Bereitstellung weiterer Einsatzkräfte / Carsten Schmidt (FF Bleckede)
Foto: Presseportal.de

Lüchow-Dannenberg (ost)

In Dannenberg/Lk. Lüchow-Dannenberg (fs) wurde am Sonntagabend ein nächtlicher Gefahrstoffeinsatz auf dem Werksgelände eines Industrieunternehmens ausgelöst, der zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehren und anderer Hilfsorganisationen forderte. Um 22:30 Uhr wurde zunächst ein Feueralarm im Tanklager des Unternehmens gemeldet. Während der Erkundung stellte sich jedoch heraus, dass es sich nicht um einen Brand handelte, sondern um einen umfangreichen Austritt eines chemischen Stoffes. Daraufhin wurde die Alarmstufe zunächst auf B2 und kurz darauf auf ABC 2 erhöht.

Nach ersten Erkenntnissen sind etwa 16 Tonnen des Stoffes „Desmodur VP.PU 0118 B Liquid“, chemisch als Diphenylmethan-4,4-diisocyanat (MDI) bekannt, aus einem Tank ausgetreten. Zusammen mit dem Fachpersonal des Unternehmens und dem Werksicherheitsbeauftragten verschaffte sich die Feuerwehr zunächst einen Überblick über die Situation und koordinierte das weitere Vorgehen. Aufgrund der Eigenschaften des Stoffes stand von Anfang an der Schutz der Einsatzkräfte und die Verhinderung einer weiteren Ausbreitung im Mittelpunkt.

Mit der Erhöhung der Alarmstufe wurden zahlreiche weitere Kräfte nach Dannenberg alarmiert. Neben verschiedenen Ortsfeuerwehren aus der Samtgemeinde Elbtalaue rückten auch der Gerätewagen Gefahrgut, Dekontaminationseinheiten, der Gefahrstoffzug, die Führungsstaffel, Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes und später spezialisierte ABC-Einheiten aus dem Landkreis Lüneburg an. Insgesamt entwickelte sich der Einsatz zu einem der größten Gefahrstoffeinsätze der vergangenen Zeit im Landkreis Lüchow-Dannenberg.

Im Laufe der Nacht bereiteten die Einsatzkräfte spezielle Auffangbehälter vor und begannen unter schwerem Chemikalienschutz mit dem Umpumpen des ausgetretenen Stoffes. Mehrere Trupps arbeiteten dabei in Chemikalienschutzanzügen (CSA), während andere Einsatzkräfte den Brandschutz sicherstellten und die Arbeiten unterstützten. Aufgrund der zähen Konsistenz des Mediums gestaltete sich das Umpumpen jedoch schwierig. Zwischenzeitlich konnten zwar mehrere Kubikmeter umgefüllt werden, jedoch wurde zusätzlich eine Leckage am unteren Bereich des Containers festgestellt, was die Einsatzmaßnahmen weiter erschwerte.

Da das Medium zunehmend aushärtete, musste die Einsatzstrategie mehrmals angepasst werden. Die Befüllung eines größeren Containers wurde zeitweise gestoppt und stattdessen in sogenannte IBC-Behälter umgepumpt, um ein Festsetzen der Pumpen zu verhindern. Gleichzeitig bereiteten die Einsatzkräfte weitere auslaufsichere Behälter vor. Schließlich fiel eine eingesetzte Pumpe aus. Da Regen für die Morgenstunden angekündigt war, verschlossen die Einsatzkräfte vorsorglich sämtliche Gullyeinläufe, um eine mögliche Ausbreitung des Stoffes über die Kanalisation zu verhindern. Versuche, bereits ausgehärtetes Material mit Schaufeln zu entfernen, blieben erfolglos. Mithilfe von Büffelwinden wurde der betroffene Container schließlich angehoben, um den Druck auf dessen Tür zu verringern.

Mit zunehmender Dauer des Einsatzes wurden weitere Chemikalienschutzanzüge, zusätzliche Atemschutzgeräteträger und weitere Gefahrstoffeinheiten angefordert. Gleichzeitig organisierte die Einsatzleitung die Versorgung der Einsatzkräfte. Für etwa 150 Feuerwehrangehörige und Helfer wurden warme Speisen sowie Kalt- und Warmgetränke durch den Fachzug Verpflegung-Logistik-Eigenschutz des Landkreises bereitgestellt.

Nach dem Eintreffen der spezialisierten ABC-Kräfte aus dem Landkreis Lüneburg übernahmen sie die weiteren Arbeiten an der Einsatzstelle. Nachdem der betroffene Container gesichert und die Situation unter Kontrolle gebracht worden war, konnten die zuerst eingesetzten Feuerwehren nach und nach aus dem Einsatz herausgelöst werden. Gegen 8:40 Uhr erklärte die Einsatzleitung den Einsatz schließlich für beendet und übergab die Einsatzstelle wieder an das Unternehmen.

Während des gesamten Einsatzes arbeiteten Feuerwehr, Fachberater, Werkmitarbeiter und weitere beteiligte Organisationen eng zusammen. Durch das koordinierte Vorgehen konnte der ausgetretene Gefahrstoff gesichert und eine Ausbreitung verhindert werden. Nach den vorliegenden Informationen kamen keine Personen zu Schaden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 1.665 Fällen, also 0,79%, eher selten. Die meisten Unfälle (81,86%) waren Übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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