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Delmenhorst: Hochzeitskorso gestoppt

Mehrere Strafverfahren nach Verkehrsgefährdung und Pyrotechnik-Einsatz bei Hochzeitskorso eingeleitet. Polizei sucht Zeugen.

Foto: unsplash

Delmenhorst (ost)

Am Samstag, dem 18.07.2026, gegen 16:46 Uhr, löste ein Hochzeitskonvoi mit acht Fahrzeugen einen Polizeieinsatz von etwa 90 Minuten aus. Verschiedene Verkehrsteilnehmer hatten zuvor der Polizei gemeldet, dass sich der Konvoi von Bremen kommend auf der B75 in Richtung Delmenhorst befand. Einige Fahrer und Insassen innerhalb des Konvois hatten sich teilweise erheblich verkehrswidrig verhalten, darunter wurde die erlaubte Höchstgeschwindigkeit durch absichtliches Bremsen reduziert und es wurde auch Pyrotechnik gezündet und aus den Fenstern der fahrenden Fahrzeuge geworfen. Insbesondere das absichtliche Verlangsamen führte zu gefährlichen Situationen für unbeteiligte nachfolgende Fahrer.

Aus diesem Grund griff die Polizei Delmenhorst energisch ein und unterzog alle teilnehmenden Fahrzeuge einer Verkehrskontrolle. Dabei wurden die Personalien von insgesamt 18 Personen im Alter von 17 bis 47 Jahren festgestellt und bisher wurden sieben Strafverfahren unter anderem wegen Straßenverkehrsgefährdung, Nötigung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz (Zünden von Pyrotechnik) eingeleitet.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten alle Personen mit entsprechender Verzögerung ihre Reise zum Veranstaltungsort in Bremen fortsetzen.

In diesem Zusammenhang wird erneut nachdrücklich darauf hingewiesen:

Die Polizei wird auch in Zukunft energisch und unter Einsatz aller verfügbaren Maßnahmen (einschließlich der Beschlagnahme von Führerscheinen und/oder Fahrzeugen) gegen derartiges Fehlverhalten vorgehen und die Verantwortlichen entsprechend strafrechtlich verfolgen!

Zeugen sowie Betroffene, die das oben genannte Geschehen beobachtet und/oder möglicherweise gefilmt haben, werden gebeten, sich mit der Polizei Delmenhorst unter 04221/1559-0 in Verbindung zu setzen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 aus, was 2,02% aller Unfälle ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.665 Fällen registriert, was 0,79% aller Unfälle entspricht. Die meisten Unfälle, nämlich 173.330, waren Übrige Sachschadensunfälle, was 81,86% ausmacht. Bezogen auf die Ortslage waren 24.125 Unfälle innerorts (11,39%), 13.995 außerorts (6,61%) und 3.672 auf Autobahnen (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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