Drei Tatverdächtige in Deutschland und Spanien festgenommen. Die Maßnahmen wurden durch Europol unterstützt.
Delmenhorst: Internationaler Ermittlungserfolg nach versuchtem Tötungsdelikt

Delmenhorst (ost)
Nach einem versuchten Mordversuch an einem 48-jährigen Mann in Delmenhorst im September 2025 haben die Staatsanwaltschaft Oldenburg und der Zentrale Kriminalermittlungsdienst der Polizeiinspektion Delmenhorst/ Oldenburg-Land/ Wesermarsch einen internationalen Ermittlungserfolg erzielt.
Im Zuge eines internationalen Einsatzes in Deutschland und Spanien wurden am Donnerstag, den 20. August 2026, insgesamt drei Verdächtige festgenommen. Alle Personen werden der organisierten Kriminalität zugeordnet. Die Maßnahmen wurden von Europol, dem Europäischen Polizeiamt, unterstützt.
Die Festnahmen stehen im Zusammenhang mit einem versuchten Tötungsdelikt, bei dem ein 48-jähriger Mann in der Nacht vom 12. auf den 13. September 2025 in Delmenhorst durch mehrere Schüsse schwer verletzt wurde. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Mann auf einem E-Scooter unterwegs, als sich ihm zwei Personen auf einem Motorrad näherten. Die Verdächtigen feuerten mehrere Schüsse auf den 48-Jährigen ab und flüchteten dann mit dem Motorrad. Das Opfer wurde mehrfach getroffen und musste aufgrund seiner schweren Verletzungen notoperiert werden. Weitere Verdächtige werden verdächtigt, die Tat unterstützt zu haben (Pressemeldung vom 13.09.2025, 10:57 Uhr: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/68438/6116921).
Im Rahmen der umfangreichen und grenzüberschreitenden Ermittlungen ergaben sich Hinweise darauf, dass zwei mutmaßliche Tatbeteiligte nach dem Schusswaffenangriff nach Spanien geflohen sind. Am Donnerstag, den 20. August 2026, wurden zeitgleich koordinierte polizeiliche Maßnahmen in Deutschland und Spanien durchgeführt. Dabei wurden insgesamt drei Verdächtige festgenommen. Europol koordinierte den Informationsaustausch zwischen den beteiligten Ermittlungsbehörden, unterstützte die operative Zusammenarbeit und stellte analytische Unterstützung zur Verfügung.
Im Zuge der Durchsuchungsmaßnahmen konnte umfangreiches Beweismaterial, insbesondere scharfe Schusswaffen, gefunden und beschlagnahmt werden.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Schusswaffenangriffs, den individuellen Tatbeiträgen der Beschuldigten sowie möglichen weiteren Beteiligten dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 236 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 258 auf 225. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 380 auf 315 zurück, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








