Bundespolizisten nehmen Diebe fest und stellen gestohlene Handys sicher. Schnelle Reaktion führt zur Festnahme der Täter.
Diebstahl von Handys in Hannover und Göttingen

Hannover (ost)
Hannover/Göttingen. Gestern gelang es der Bundespolizei, in Hannover und Göttingen zwei Handydiebe festzunehmen.
Der erste Vorfall ereignete sich am Mittwochmorgen im Hauptbahnhof in Hannover. Eine 20-jährige deutsche Staatsbürgerin erschien auf der Wache und meldete den Diebstahl ihres rund 230 Euro teuren Handys. Die Bundespolizisten in Hannover reagierten sofort und verfolgten den Weg der Geschädigten vom Zug zur Dienststelle mithilfe der modernen Videoüberwachungsanlage im Hauptbahnhof – mit Erfolg, denn die Aufnahmen zeigten:
Der Dieb griff im morgendlichen Gedränge auf der Bahnsteigtreppe in die Jackentasche der Geschädigten und stahl das Handy. Anschließend verließ er den Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt. Basierend auf den Bildern begaben sich die Bundespolizisten sofort auf die Suche nach dem Taschendieb.
Die Beamten suchten sogar gemeinsam mit der Geschädigten. Sie konnte über ihr mitgeführtes Tablet ihr eigenes Handy orten. Innerhalb kurzer Zeit gelang es den Beamten, den Dieb vor einem Kaffeehaus am Hauptbahnhof zu identifizieren und festzunehmen. Bei der anschließenden Durchsuchung des Diebs wurde das Handy der Geschädigten gefunden.
Bei den weiteren polizeilichen Maßnahmen gegen den 21-jährigen Algerier wurde festgestellt, dass er sich ohne gültigen Aufenthaltstitel im Bundesgebiet aufhielt.
Die Staatsanwaltschaft Hannover ordnete ein beschleunigtes Verfahren gegen den Beschuldigten an. Die Bundespolizisten brachten den Dieb in das Polizeigewahrsam Hannover. Der 21-Jährige wird sich nun bald vor Gericht wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz und wegen des Diebstahls verantworten müssen. Die Geschädigte erhielt ihr Handy unbeschädigt zurück.
Der zweite Vorfall ereignete sich zur Mittagszeit am Bahnhof Göttingen. Dort meldete sich ein 28-jähriger Mann aus Serbien auf der Wache und zeigte den Verlust seiner Handtasche an. In der Handtasche befanden sich über 1.400 Euro Bargeld, Ausweisdokumente und das Handy des Geschädigten.
Auch hier reagierten die Bundespolizisten sofort und führten eine Videoauswertung auf dem Bahnsteig durch. Die Beamten konnten den Dieb schnell identifizieren:
Ein Mitarbeiter einer örtlichen Reinigungsfirma wurde beobachtet, wie er die Tasche des Geschädigten, die auf einem Mülleimer stand, in seinem Rucksack verstaute und den Bahnhof Göttingen verließ. Die Bundespolizisten durchsuchten den Lagerraum der Reinigungskräfte nach gestohlenen Gegenständen und fanden tatsächlich das Handy des Geschädigten in einem Putzeimer versteckt.
Der 58-jährige deutsche Verdächtige aus der Reinigungskraft arbeitete anschließend mit den Bundespolizisten zusammen und übergab die restlichen fehlenden Gegenstände an die Beamten. Der Geschädigte erhielt seine Handtasche und alle darin enthaltenen Gegenstände vollständig zurück.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte aus der Wache entlassen und wird sich nun wegen Unterschlagung vor Gericht verantworten müssen.
Präventionshinweis Ihrer Bundespolizei
Auf der Website unter www.bundespolizei.de/sicher-im-alltag finden Sie unsere Präventionskampagne SICHER IM ALLTAG mit wertvollen Tipps zur erfolgreichen Prävention von Taschen- und Gepäckdiebstahl.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Taschendiebstählen in Niedersachsen für 2022/2023
Die Taschendiebstahlraten in Niedersachsen stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 6843 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 7335 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 485 auf 608. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 453 auf 529, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 326 auf 394 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 127 auf 135 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 309 auf 386. Im Vergleich dazu wurde im Jahr 2023 in Nordrhein-Westfalen die höchste Anzahl an Taschendiebstählen in Deutschland registriert – 39519 Fälle.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 6.843 | 7.335 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 485 | 608 |
| Anzahl der Verdächtigen | 453 | 529 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 326 | 394 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 127 | 135 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 309 | 386 |
Quelle: Bundeskriminalamt








