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Durchsuchungen in Neustadt am Rübenberge

Polizei beschlagnahmt Waffen, Betäubungsmittel und Diebesgut. Ermittlungen dauern an.

Foto: unsplash

Hannover (ost)

Es gab mehrere Durchsuchungen in Neustadt am Rübenberge – Die Polizei hat Waffen, Betäubungsmittel und mutmaßliches Diebesgut beschlagnahmt.

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim und die Polizeidirektion Hannover haben eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht.

Im Zuge eines Ermittlungsverfahrens gegen mehrere Verdächtige im Alter von 23, 25, 36 und 38 Jahren wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug, Erpressung und Bandendiebstahl haben Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Garbsen, der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen sowie der Polizeidirektionen Osnabrück und Lüneburg am Dienstag, 27.01.2026, mehrere Durchsuchungen durchgeführt, die von der Staatsanwaltschaft Hildesheim beantragt wurden. Die Maßnahmen fanden in den frühen Morgenstunden und im weiteren Verlauf des Vormittags in Neustadt am Rübenberge und den Ortsteilen Poggenhagen und Otternhagen statt. Die Ermittler haben zahlreiche Beweismittel sichergestellt, mehrere Zufallsfunde gemacht und zusätzliche Strafverfahren eingeleitet.

Bei der Durchsuchung einer Wohnung in Neustadt am Rübenberge trafen die Einsatzkräfte den 25-jährigen Verdächtigen an. Sie haben scharfe Munition, ein Handy und verschiedene Datenträger beschlagnahmt. Außerdem wurden als Zufallsfunde vier Schreckschusswaffen, drei Luftgewehre, verschiedene Schreckschussmunition, ein Klappmesser und unverzollte Tabakwaren sichergestellt.

In einem anderen, gewerblich genutzten Gebäude in Neustadt haben die Einsatzkräfte mutmaßliches Diebesgut beschlagnahmt. Darunter befanden sich zwei Kisten mit verschiedenen Werkzeugen, die Aufkleber der Feuerwehr Neustadt trugen, sowie eine Kettensäge, ein Kompressor und ein Hydraulikspreizer. Ob die Gegenstände aus Diebstählen stammen, die Mitte Januar bei den Feuerwehren in Eilvese und Hagen begangen wurden, wird derzeit ermittelt.

Zur gleichen Zeit trafen die Einsatzkräfte den 23-jährigen Verdächtigen in einer anderen Wohnung in Neustadt am Rübenberge an. Dort haben sie ein Handy, Tabletten mit dem Wirkstoff Tilidin, Marihuana und ein Einhandmesser beschlagnahmt.

Bei einer Durchsuchung einer Wohnung in Poggenhagen haben die Beamten zwei Konsumeinheiten Kokain und zwei Schreckschusspistolen als Zufallsfunde entdeckt.

In Otternhagen haben die Einsatzkräfte bei der Durchsuchung einer weiteren Wohnung eine Bankkarte und einen vorläufigen Personalausweis gefunden, die auf unbeteiligte Dritte ausgestellt waren. Auch diese Gegenstände wurden beschlagnahmt.

Im Zuge der Durchsuchungen hat die Polizei neben dem laufenden Ermittlungsverfahren unter anderem vier weitere Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, zwei Verfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, ein Verfahren wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz sowie ein Verfahren wegen eines Verstoßes gegen die Abgabenordnung eingeleitet.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hildesheim und der Polizeidirektion Hannover dauern an. /trim, pol

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen eine leichte Steigerung. Im Jahr 2022 wurden 35970 Fälle erfasst, wovon 33839 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 30300 Verdächtige, darunter 26376 Männer und 3924 Frauen. 7947 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der erfassten Fälle leicht auf 36058, wobei 33800 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank jedoch auf 29653, darunter 25755 Männer und 3898 Frauen. 8584 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 35.970 36.058
Anzahl der aufgeklärten Fälle 33.839 33.800
Anzahl der Verdächtigen 30.300 29.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 26.376 25.755
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 3.924 3.898
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 7.947 8.584

Quelle: Bundeskriminalamt

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