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Emmerstedt: Brandrettung in Helmstedt

Feuerwehr rettet 5 Personen aus brennendem Gebäude, 4 ins Krankenhaus transportiert, 1 vor Ort behandelt.

Einatzstellen Sicherungssystem
Foto: Presseportal.de

Helmstedt (ost)

Am 15.01.2026 um 17:15 Uhr ereignete sich ein Wohnungsbrand mit Menschenleben in Gefahr im Langer Steinweg in Helmstedt. Beim Eintreffen des Einsatzleiters schlugen bereits Flammen aus mehreren Fenstern des Gebäudes. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch mindestens zwei Personen im Gebäude. Sofort nach Ankunft der ersten Einsatzkräfte begann die Rettung der Menschen und die Bekämpfung des Brandes. Zwei Personen wurden mithilfe einer Drehleiter aus dem völlig verrauchten 2. OG gerettet. Gleichzeitig gingen mehrere Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vor. Es stellte sich heraus, dass der Brand bereits auf das gesamte Gebäude übergegriffen hatte, sodass die Decken bis durch das Dach verbrannt waren. Ein Innenangriff war nicht mehr möglich. Trotz des Einsatzes von zwei Drehleitern (Helmstedt, Grasleben) konnte ein Durchzünden des Dachstuhls zu einem offenen Dachstuhlbrand nicht verhindert werden. Aufgrund des Verlaufs des Einsatzes wurden sofort weitere Einsatzkräfte angefordert. Zwischenzeitlich drohte das Feuer auf die benachbarten Gebäude überzugreifen, was jedoch durch einen massiven Löschangriff erfolgreich verhindert werden konnte. Die Ortsfeuerwehr Königslutter stellte eine dritte Drehleiter zur Verfügung, um bei Bedarf schnell reagieren zu können. Die Ortsfeuerwehren aus Wolsdorf, Samtgemeinde Velpke und Beendorf sammelten sich bei der Feuerwehr Helmstedt und stellten zusätzliche Atemschutzgeräteträger zur Verfügung. Die Leitstelle Helmstedt-Wolfsburg gab eine Bevölkerungswarnung über Warn-Apps aufgrund der starken Rauchentwicklung heraus.

Insgesamt wurden 5 Personen aus dem Gebäude gerettet, vier Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Eine Person wurde vor Ort ambulant behandelt. Eine Feuerwehrkraft wurde beim Innenangriff leicht verletzt und ebenfalls vor Ort behandelt. Weitere Informationen über Art und Schwere der Verletzungen liegen nicht vor. Vier Katzen konnten nur noch tot geborgen werden. Ein sogenannter Massenanfall von bis zu 7 Verletzten wurde ausgelöst (MANV7). Auf dem benachbarten Hof „Kramers Gut“ wurde die Betreuung der Betroffenen sowie die Verpflegung der Einsatzkräfte durch die Verpflegungseinheit der Kreisfeuerwehr Helmstedt und das DRK Kreisverband Helmstedt – SEG Betreuung sichergestellt. Die Kreisfeuerwehr brachte zudem den Abrollbehälter Atemschutz zur Einsatzstelle, um weitere Atemschutzgeräte vor Ort zu haben. Die Ortsfeuerwehr Offleben-Reinsdorf kümmerte sich um die Einsatzhygiene, Reinigung und Aufnahme von kontaminierter Einsatzkleidung. Die Drohne der Kreisfeuerwehr lieferte kontinuierlich einen Überblick von oben mittels Wärmebildkamera. Das THW war ebenfalls mit zwei Fachberatern Bau vor Ort, um die Standfestigkeit des Gebäudes zu überprüfen. Später wurde das sogenannte ESS (Einsatzstellen-Sicherungssystem) eingesetzt, das mit Messgeräten ständig Bewegungen am Gebäude überprüft und die Einsatzkräfte warnt, wenn ein Einsturz droht. Da nicht alle Glutnester mit der Drehleiter erreicht werden konnten, wurde der Feuerwehrkran der Berufsfeuerwehr Braunschweig angefordert, um bei den Nachlöscharbeiten zu helfen. Abschließend sicherte das THW das Gebäude gegen unbefugtes Betreten. Das Brandobjekt ist vorerst unbewohnbar. Die Bewohner und direkten Nachbarn wurden von der Stadtverwaltung in einem Hotel oder bei Freunden untergebracht. Bürgermeister Wittich Schobert und 1. Stadtrat Henning-Konrad Otto waren ebenfalls vor Ort und kümmerten sich persönlich. Insgesamt waren bis zu 200 Einsatzkräfte vor Ort. Der Lange Steinweg ist vorerst vollständig (Personen und Fahrzeuge) gesperrt. Die Einsatzstelle wurde der Polizei übergeben.

Ein besonderer Dank geht an das Roxy Kino Helmstedt, das nicht nur die Toiletten zur Verfügung stellte, sondern auch bei der Verpflegung mit Snacks half!

Feuerwehr Helmstedt, Emmerstedt, Barmke, Offleben-Reinsdorf, Grasleben, Königslutter, Kreisfeuerwehr Helmstedt, DRK Helmstedt, THW Helmstedt/Schöningen/Wolfsburg/Gifhorn, Berufsfeuerwehr Braunschweig.

Dauer: ca. 12 Stunden. Einsatzleiter: Jan Lachmann. Fotos: Feuerwehr Helmstedt

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle in Niedersachsen. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 aus, was 2,02% aller Unfälle entspricht. 1.665 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,79% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 173.330, was 81,86% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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