Mehrere Unfälle im Bereich Hameln-Pyrmont/Holzminden durch körperliche Mängel und Medikamenteneinfluss. Polizei warnt vor Alkohol am Steuer.
Emmerthal: Verkehrsunfälle wegen Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt

Hameln-Pyrmont (ost)
Von Montag (19.01.2026) bis Freitag (23.01.2026) ereigneten sich im Bereich der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden mehrere Verkehrsvorfälle, bei denen Anzeichen für eine Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit festgestellt wurden.
Am Montag (19.01.2026) gegen 17:45 Uhr fuhr ein 83-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Holzminden mit seinem VW auf der L 426 von Bad Pyrmont in Richtung Kleinenberg. Aus bisher ungeklärten Gründen geriet er auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem VW eines entgegenkommenden 34-jährigen Mannes aus dem Kreis Lippe. Beide Unfallbeteiligten blieben unverletzt. Bei der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise auf gesundheitliche Probleme und Medikamenteneinfluss beim Unfallverursacher.
Am Dienstag (20.01.2026) gegen 16:00 Uhr meldeten Zeugen einen BMW auf der Springer Landstraße in Hameln, der stark in Schlangenlinien fuhr. Es kam zu keinem Unfall. Bei der anschließenden Kontrolle der 69-jährigen Fahrerin aus Hameln ergaben sich Anzeichen für körperliche und geistige Beeinträchtigungen sowie Medikamenteneinfluss.
Am Donnerstag (22.01.2026) gegen 14:45 Uhr wollte ein 79-jähriger Autofahrer aus Hessisch Oldendorf mit seinem Mazda von einer Einfahrt auf der Ohsener Straße in den fließenden Verkehr einfahren. Dabei kollidierte er mit dem Lkw eines 53-jährigen Mannes aus Gütersloh. Beide Unfallbeteiligten blieben unverletzt. Bei der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise auf gesundheitliche Probleme und Medikamenteneinfluss beim Unfallverursacher.
Am Donnerstag (22.01.2026) gegen 17:15 Uhr ereignete sich in der Niederstraße in Coppenbrügge Fahrerflucht. Zeugen beobachteten einen Mann in einem Citroën, der beim Einparken ein geparktes Auto touchierte. Anschließend entfernte sich der Unfallverursacher unerlaubt. Bei der weiteren Untersuchung des 62-jährigen Mannes aus Coppenbrügge ergaben sich Hinweise auf Alkoholeinfluss. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 2 Promille.
In der Nacht zum Freitag (23.01.2026) gegen 00:00 Uhr kam es auf der K 13 zwischen Völkerhausen und Tündern zu einem weiteren Verkehrsunfall. Ein 32-jähriger Mann aus Emmerthal fuhr mit seinem Ford in Richtung Tündern und kam von der Fahrbahn ab, kollidierte mit zwei Bäumen auf dem Seitenstreifen. Der Mann wurde schwer verletzt. Bei der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise auf Alkoholeinfluss. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 1 Promille. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht und das Auto abgeschleppt.
Den Beschuldigten wurden Blutproben entnommen und die Führerscheine wurden eingezogen.
Die Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit von Verkehrsteilnehmern bleibt eine der Hauptunfallursachen in Niedersachsen.
Die Ereignisse zeigen erneut, wie wichtig konsequente Kontrollmaßnahmen im Rahmen der polizeilichen Verkehrssicherheit sind.
Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden appelliert eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer: Überprüfen Sie kritisch Ihre körperliche und geistige Fahrtauglichkeit und verzichten Sie am Steuer auf Alkohol, Drogen und Medikamente. Verantwortungsbewusstes Handeln trägt wesentlich dazu bei, Unfälle zu vermeiden und die Verkehrssicherheit für sich und andere zu erhöhen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen eine leichte Zunahme, wobei im Jahr 2022 35.970 Fälle registriert wurden und im Jahr 2023 36.058 Fälle. Die Anzahl der gelösten Fälle blieb jedoch relativ konstant, mit 33.839 im Jahr 2022 und 33.800 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 30.300 im Jahr 2022 auf 29.653 im Jahr 2023. Die Anzahl der männlichen Verdächtigen war höher als die weiblichen, mit 26.376 Männern und 3.924 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 25.755 Männer und 3.898 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 7.947 im Jahr 2022 auf 8.584 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 aus, was 2,02% aller Unfälle ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren 1.665, was 0,79% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 173.330, was 81,86% aller Unfälle ausmacht. Innerorts gab es 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








