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Emsland/Grafschaft Bentheim: Haftbefehl nach Messerangriff in Neulehe

Ein 16-jähriger Beschuldigter wurde wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung festgenommen. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

Foto: Depositphotos

Emsland/Grafschaft Bentheim (ost)

In der Nacht vom 12. auf den 13.09.2026 kam es in der Kirchstraße in Neulehe zu einer erheblichen Verletzung eines 21-Jährigen durch ein Messer. In diesem Zusammenhang haben die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim und die Staatsanwaltschaft Osnabrück die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen.

Die Ermittlungen richten sich nunmehr gegen einen 16 Jahre alten Beschuldigten. Er soll dem 21-Jährigen die Verletzungen zugefügt haben. Der Beschuldigte wurde am 17.09.2026 vorläufig festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück erließ das Amtsgericht Papenburg Haftbefehl. Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft. Nähere Einzelheiten, auch zum Hergang und Hintergrund der Tat, können in Anbetracht der andauernden Ermittlungen zurzeit nicht mitgeteilt werden.

Zeugen, die das Geschehen in der Nacht mitbekommen oder andere Wahrnehmungen etwa zum Verhalten der Beteiligten vor und nach der Tat gemacht haben, sowie ggf. Fotos oder Videos vom Geschehen aufgenommen haben, werden gebeten, sachdienliche Hinweise bei der Polizei in Papenburg unter der Telefonnummer 04961 9260 zu melden.

“Der Einsatz von Messern und anderen gefährlichen Werkzeugen birgt unkalkulierbare, oft lebensgefährliche Risiken. Das Geschehen gibt erneut Anlass, davor zu warnen. Die Strafverfolgungsbehörden gehen entschlossen gegen solche Taten vor”, berichtet Martin Lammers, Leiter Zentraler Kriminaldienst der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023

Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 258 auf 225 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 380 auf 315, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 329 auf 269 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 51 auf 46 fiel. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen verringerte sich von 152 auf 127. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 470 Fällen die höchste Anzahl von Morden in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 278 236
Anzahl der aufgeklärten Fälle 258 225
Anzahl der Verdächtigen 380 315
Anzahl der männlichen Verdächtigen 329 269
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 51 46
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 152 127

Quelle: Bundeskriminalamt

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