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Erlangen: Falsches Lotto-Abo am Telefon – Polizei warnt

Die Polizei warnt vor perfider Betrugsmasche bei Lotto- und Gewinnspielverträgen. Täter setzen Opfer unter Druck für Zahlungen und Daten.

Foto: unsplash

LK Gifhorn (ost)

Nach einem aktuellen Vorfall von Betrug warnt die Polizei vor einer hinterhältigen Methode in Bezug auf vermeintliche Lotto- oder Gewinnspielverträge. Die Täter setzen ihre Opfer am Telefon bewusst unter Druck und versuchen, Zahlungen oder persönliche Informationen zu erhalten.

Der Auslöser für die Warnung war ein kürzlich aufgetretener Fall: Eine 25-jährige Frau erhielt bereits im Februar einen Anruf von einer Handynummer. Ein unbekannter Mann erklärte ihr, dass mit ihrer E-Mail-Adresse Lotto gespielt wurde. Um eine angebliche jährliche Abbuchung in Höhe von 1.250 Euro zu verhindern, sollte sie nun ein Abonnement für 96 Euro pro Monat abschließen.

Laut der Betroffenen trat der Anrufer äußerst drängend und einschüchternd auf, wodurch sie letztendlich ihre IBAN angab und sich gezwungen sah, die angeblichen Vertragsbedingungen telefonisch zu bestätigen. Am Ende des Gesprächs kündigte der Mann an, dass die entsprechenden Dokumente per Post verschickt würden. Tatsächlich erhielt die junge Frau vor einigen Tagen Dokumente über einen vermeintlichen Vertragsabschluss. Zudem wurde bereits Geld von ihrem Konto abgebucht. Daraufhin erstattete sie Anzeige bei der Polizei.

Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um eine gängige Betrugsmasche, bei der behauptet wird, dass bereits ein bestehender Vertrag oder eine frühere Teilnahme an einem Gewinnspiel vorliegt. Die Angerufenen sollen glauben, dass sie bereits zahlungspflichtig sind. Anschließend bieten die Täter eine vermeintlich günstigere „Lösung“ an – tatsächlich geht es jedoch darum, die Betroffenen zu verunsichern und zur Preisgabe sensibler Daten oder Zahlungen zu bewegen.

Personen, die bereits persönliche Daten, Kontodaten oder eine Zustimmung am Telefon preisgegeben haben, sollten sofort handeln. Dazu gehört insbesondere die Überprüfung des eigenen Kontos auf unberechtigte Abbuchungen und gegebenenfalls die umgehende Kontaktaufnahme mit der Bank. Zudem sollte der Vorfall bei der Polizei gemeldet werden.

Tipps zur Prävention von der Polizei:

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Niedersachsen für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 12917 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 13218 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 4662 auf 5070. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3226 auf 3422, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2212 auf 2310 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1014 auf 1112 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 788 auf 950. Im Vergleich dazu wurden in Berlin im Jahr 2023 die meisten Cyberkriminalitätsfälle in Deutschland registriert – 22125.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 12.917 13.218
Anzahl der aufgeklärten Fälle 4.662 5.070
Anzahl der Verdächtigen 3.226 3.422
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.212 2.310
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.014 1.112
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 788 950

Quelle: Bundeskriminalamt

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