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Falscher Polizist festgenommen in Neustadt am Rübenberge

Ein 55-jähriger Mann wurde nach einem Schockanruf festgenommen, um eine Seniorin zu erpressen. Die Ermittlungen dauern an.

Foto: Depositphotos

Hannover (ost)

Am Freitagabend, dem 07.08.2026, wurde in Neustadt am Rübenberge ein 55-jähriger Mann nach einem sogenannten Schockanruf von der Polizei festgenommen, weil er versucht hatte, eine ältere Frau zu erpressen. Die Ermittlungen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover sind noch im Gange.

Die bisherigen Erkenntnisse des Zentralen Kriminaldienstes Hannover zeigen, dass eine 87-jährige Frau aus Neustadt am Rübenberge am Freitagabend einen Anruf erhielt. Ein unbekannter Mann gab sich am Telefon als Staatsanwalt aus und behauptete, dass der Enkel der Frau in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt sei. Um angebliche rechtliche Konsequenzen zu vermeiden, sollte die Seniorin eine hohe Geldsumme zahlen.

Nach dem Telefonat informierte die Frau sofort einen Polizisten vom Polizeikommissariat Neustadt, den sie kannte. Dieser erkannte den Erpressungsversuch und informierte seine Kollegen. Als der vermeintliche Staatsanwalt erneut anrief, stimmte die 87-Jährige scheinbar der Übergabe einer großen Geldsumme zu.

Kurz darauf kündigte der falsche Staatsanwalt an, dass ein ebenso falscher Polizist das Geld persönlich entgegennehmen würde. Die Polizeikräfte warteten bereits in der Nähe und nahmen einen 55-jährigen Mann aus Bielefeld fest. Anschließend brachten sie ihn in Gewahrsam.

Nach den aktuellen Ermittlungen handelt es sich bei dem 55-Jährigen um den vermeintlichen falschen Polizisten. Die Ermittlungen konzentrieren sich auch auf mutmaßliche Hintermänner, die den Schockanruf organisiert und koordiniert haben könnten. Die Identifizierung dieser Personen und ihrer jeweiligen Rolle ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Der Zentrale Kriminaldienst Hannover ermittelt wegen des Verdachts auf versuchte banden- und gewerbsmäßige Erpressung.

Weitere Hinweise und Informationen zu Schockanrufen sowie anderen Betrugsmaschen finden Sie unter folgendem Link: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/schockanrufe/

Hinweis für Medienvertreter: Aus Gründen des Opferschutzes vermittelt die Polizei keine Kontakte. /ms, ef

Quelle: Presseportal

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