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Feuerwehr Wildeshausen bedroht auf dem Weg zum Feuerwehrhaus

In der Nacht wurde die Feuerwehr zu einem Einsatz gerufen. Eine Einsatzkraft wurde auf dem Weg bedroht und angegriffen, was die Feuerwehr schockierte.

Foto: Unsplash

Wildeshausen (ost)

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Feuerwehr Wildeshausen gegen 1 Uhr durch die Leitstelle Oldenburg zu einem ausgelösten, piependen Rauchwarnmelder alarmiert. Die Polizei befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort. Unklar war zunächst, ob sich noch Personen in der betroffenen Wohnung befanden und ob innerhalb der Wohnung ein Brand- oder Rauchereignis vorlag.

Insbesondere nächtliche Brandmelde- und Rauchwarnmeldereinsätze sind für die Feuerwehr von besonderer Bedeutung. Während des Schlafens werden Warnsignale wie Rauchgeruch deutlich schlechter beziehungsweise teilweise gar nicht wahrgenommen. Dadurch besteht die Gefahr, dass ein Brand erst verspätet erkannt wird und sich bereits erheblich ausgebreitet hat.

Wie bei jedem Einsatz machten sich die Einsatzkräfte nach der Alarmierung von ihren jeweiligen Aufenthaltsorten auf den Weg zum Feuerwehrhaus, um von dort aus mit den Einsatzfahrzeugen und der erforderlichen Ausrüstung zur Einsatzstelle auszurücken.

Auf diesem Weg kam es zu einem Vorfall, der die Feuerwehr Wildeshausen betroffen und fassungslos macht.

Eine Einsatzkraft wurde im Bereich der Straße Im Hagen, in Höhe des Seniorenzentrums, von einer Gruppe bislang unbekannter Personen zum Anhalten gezwungen. Nach der Schilderung der Einsatzkraft traten mehrere Personen auf die Fahrbahn und schlugen mit der bloßen Hand auf das Autodach, sodass ein Anhalten mit dem Privatfahrzeug erforderlich wurde.

Unmittelbar darauf wurde die Beifahrertür von einer unbekannten Person geöffnet. Eine Person beugte sich bei geöffneter Tür in das Fahrzeug und versuchte auf die Einsatzkraft einzuwirken beziehungsweise diese anzugreifen. Es kam zu einer verbalen Auseinandersetzung. Die Einsatzkraft war sichtlich geschockt und reagierte schließlich aus einem Fluchtinstinkt heraus, indem sie das Fahrzeug beschleunigte und trotz der noch geöffneten Tür den Ort verließ.

“Unsere Einsatzkräfte waren auf dem Weg zu einem möglichen Brand, um z. B. Menschenleben zu retten oder Schaden abzuwenden. Dass eine Einsatzkraft auf diesem Weg selbst zum Ziel einer Bedrohung wird, macht uns betroffen und fassungslos”, so Jannik Stiller, Pressesprecher der Feuerwehr Wildeshausen.

Nach Abschluss des Einsatzes wurde die Polizei unverzüglich über den Vorfall informiert. Die betreffende Personengruppe konnte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr angetroffen werden. Die vorhandenen Informationen und die Schilderung des Vorfalls wurden an die Polizei weitergegeben.

Die Feuerwehr Wildeshausen appelliert in diesem Zusammenhang eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger: Einsatzkräfte müssen jederzeit sicher zum Feuerwehrhaus und anschließend zur Einsatzstelle gelangen können. Wer eine Einsatzkraft auf dem Weg zum Feuerwehrhaus absichtlich behindert, bedroht oder angreift, gefährdet nicht nur diese Person, sondern kann im schlimmsten Fall auch die schnelle Hilfe für Menschen in einer akuten Notlage verzögern. Feuerwehrleute fahren nicht zum Feuerwehrhaus, weil sie “mal eben zu einem Einsatz wollen”. Sie werden alarmiert, weil Menschen Hilfe benötigen.

Quelle: Presseportal

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