Ein unscheinbarer Fund löste einen Großeinsatz aus. Spezialkräfte und Drohnengruppe identifizierten die Gefahr und gaben Entwarnung.
Feuerwehreinsatz bei Explosionsgefahr in Zebelin/Waddeweitz

Lüchow-Dannenberg (ost)
Zebelin/Waddeweitz (Lk. Lüchow-Dannenberg) Am Montagabend (13.07.2026) löste ein anfangs unscheinbarer Fund einen umfangreichen Feuerwehreinsatz im Waddeweitzer Ortsteil Zebelin aus. Um 19:30 Uhr wurden die ersten Einsatzkräfte mit dem Alarm ABC 1 alarmiert. Der Grund war eine eingetrocknete Ein-Liter-Flasche mit Collodium, bei der eine mögliche Explosionsgefahr nicht ausgeschlossen werden konnte. Nach der ersten Erkundung vor Ort wurde die Situation aufgrund des potenziellen Gefahrenpotenzials auf ABC 2 erhöht und zahlreiche weitere Einsatzkräfte wurden nachalarmiert.
Die Feuerwehr richtete sofort einen Sicherheitsbereich ein und ging mit gebotener Vorsicht vor. Da zunächst unklar war, in welchem Zustand sich die Flasche befand und welche Gefahr tatsächlich von ihr ausging, wurden Spezialkräfte für Gefahrguteinsätze sowie der Kampfmittelräumdienst der Polizei hinzugezogen. Bis zu dessen Eintreffen beschränkten sich die Maßnahmen auf die Absicherung der Einsatzstelle und die Erkundung aus sicherer Entfernung.
Zur weiteren Lageerkundung wurde außerdem die Drohnengruppe der Feuerwehr Gülden angefordert. Mit Hilfe der Drohne konnte das Etikett des Behältnisses eindeutig identifiziert werden, ohne den Gefahrenbereich betreten zu müssen. Nach Rücksprache mit dem bereits auf dem Weg befindlichen Kampfmittelräumdienst stellte sich schließlich heraus, dass von der eingetrockneten Collodium-Flasche keine akute Explosionsgefahr mehr ausging. Daraufhin konnte Entwarnung gegeben und der Einsatz schrittweise zurückgefahren werden.
Das Behältnis verblieb vorerst beim Eigentümer und sollte später von der Polizei oder dem Landeskriminalamt übernommen werden. Während des Einsatzes wurde niemand verletzt.
An dem mehrstündigen Einsatz waren zahlreiche Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Lüchow-Dannenberg beteiligt. Neben den örtlichen Feuerwehren waren auch der Gefahrgutzug, die Führungsstaffel, der Gerätewagen Messtechnik, die Feuerwehrtechnische Zentrale, die Drohnengruppe Gülden sowie Führungskräfte der Kreisfeuerwehr im Einsatz. Gegen 22:35 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen und zu ihren Standorten zurückkehren.
Der Einsatz verdeutlichte, wie wichtig ein besonnenes und professionelles Vorgehen bei unklaren Gefahrstofflagen ist. Durch die enge Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten und den gezielten Einsatz moderner Technik konnte die Situation sicher bewertet und ohne Schäden für Menschen oder Umwelt beendet werden. (fs)
Quelle: Presseportal








