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Flucht mit über 100 km/h vor Polizei in Hannover

Autofahrer flüchtet vor Polizei mit über 100 km/h und unter Cannabiseinfluss, gefährdet Verkehrsteilnehmende. Polizei sucht Zeugen, insbesondere Fußgänger, der sich retten konnte.

Foto: unsplash

Hannover (ost)

Am Freitag, 06.03.2026, ist ein Autofahrer in Hannover vor der Polizei mit einer Geschwindigkeit von weit über 100 Kilometern pro Stunde geflüchtet. Während seiner Flucht gefährdete er mehrere Personen unter dem Einfluss von Cannabis. Ein Fußgänger konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Die Polizei bittet diesen sich zu melden.

Nach den bisherigen Informationen des Polizeikommissariats Hannover-Lahe versuchte die Besatzung eines Streifenwagens den 28-jährigen Fahrer am Freitagabend gegen 18:15 Uhr in der Overbeckstraße in der List zu kontrollieren. Anstatt anzuhalten, beschleunigte der Fahrer jedoch und flüchtete. Auf seiner Fahrt über die Walderseestraße und die Hermann-Bahlsen-Allee auf die Podbielskistraße beschleunigte der Mann seinen Mercedes-Benz AMG auf weit über 100 Kilometer pro Stunde. An der Kreuzung Podbielskistraße/Ecke Hermann-Bahlsen-Allee missachtete der Fahrer das Rotlicht, sodass ein unbekannter Fußgänger nur durch einen Sprung zur Seite verhindern konnte, von dem Auto erfasst zu werden. Er blieb scheinbar unverletzt. Zwei weitere Passanten wichen ebenfalls reflexartig zurück und brachten sich auf dem Gehweg in Sicherheit.

Das Fahrzeug bog dann nach rechts auf die Klingerstraße in Richtung Weidetorkreisel ab. Auf der mehrspurigen Straße überholte der Flüchtige mehrere Fahrzeuge vor ihm und nutzte dafür teilweise die Gegenfahrspuren. Mehrere Fahrzeuge mussten bremsen oder ausweichen, um Zusammenstöße zu vermeiden. Kurz nachdem das Fahrzeug erneut in die Hermann-Bahlsen-Allee eingebogen war, konnte ein Streifenwagen das Fahrzeug stoppen.

Die Polizei nahm den Fahrer und seinen 47 Jahre alten Begleiter vorläufig fest. Der 28-Jährige gab an, dass er ohne Fahrerlaubnis gefahren sei und unter dem Einfluss von Cannabis stand. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Beamten eine geringe Menge Cannabis und einen Gegenstand, der wie eine Schusswaffe aussah, sich aber als Tierabwehrspray herausstellte.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des illegalen Autorennens, der Gefährdung des Straßenverkehrs und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Zeugen, die Informationen zu der Flucht haben und möglicherweise selbst gefährdet wurden, werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Hannover-Lahe zu melden. Insbesondere der Fußgänger, der sich durch einen Sprung retten konnte, wird gesucht. Die Telefonnummer für entsprechende Hinweise lautet 0511 109-3315. /ram

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.665 Fällen registriert, was 0,79% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle waren jedoch Übrige Sachschadensunfälle mit 173.330 Fällen, was 81,86% aller Unfälle entspricht. In Ortslagen innerorts gab es 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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