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Frankfurt am Main: Polizeiaktion gegen Drogenhändler in Hannover

Neun Durchsuchungen und drei Festnahmen in Hannover, Million Euro Drogenschmuggel aufgedeckt

Archivbild zur Sicherstellung von Cannabis
Foto: Presseportal.de

Hannover (ost)

Gemeinsame Bekanntmachung der Staatsanwaltschaft Hildesheim, des Zollfahndungsamtes Hannover und des Landeskriminalamtes Niedersachsen

Im Zuge einer ausgedehnten Untersuchung wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln haben Einsatzkräfte des Zollfahndungsamtes Hannover und des Landeskriminalamtes Niedersachsen am 2. Juni 2026 insgesamt neun Durchsuchungsbefehle im Stadtgebiet Hannover ausgeführt und drei Verdächtige verhaftet.

Die Aktionen wurden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hildesheim -Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen- durchgeführt.

Die gesamten vier Verdächtigen im Alter von 29, 31, 34 und 35 Jahren werden verdächtigt, unter anderem die Einfuhr von etwa 100 Kilogramm Cannabis aus Kanada organisiert zu haben. Die Betäubungsmittel wurden Anfang des letzten Jahres als Luftfrachtsendung am Flughafen Frankfurt am Main vom Zoll entdeckt und beschlagnahmt, bevor sie ihr Ziel erreichen konnten.

Die nun durchgeführten Maßnahmen sind das Resultat von umfangreichen Ermittlungen, die seit Februar 2025 durchgeführt wurden.

Ein Hauptverdächtiger ist den Strafverfolgungsbehörden seit Jahren bekannt. Er war in der Vergangenheit mehrfach wegen des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln auffällig geworden und verbüßte bis Ende des letzten Jahres eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren.

Neben dem Verdacht der versuchten Einfuhr und des Handels mit Cannabis prüfen die Ermittler derzeit weitere Informationen, wonach die Verdächtigen auch mit Kokain und Amphetaminen gehandelt haben sollen.

Ein Verdächtiger leistete bei seiner Festnahme Widerstand. Die Beamten konnten die Person dennoch unter Kontrolle bringen. Dabei wurde niemand verletzt.

Im Zuge der Durchsuchungen wurden Vermögenswerte in beträchtlichem Umfang sichergestellt. Dazu gehören etwa 45.000 Euro Bargeld, das teilweise in Verstecken innerhalb der durchsuchten Objekte gefunden wurde. Ein Teil des Geldes konnte nur durch den Einsatz eines speziell ausgebildeten Spürhundes lokalisiert werden. Außerdem wurden von den Einsatzkräften zwei hochwertige Rolex-Armbanduhren im Gesamtwert von etwa 80.000 Euro beschlagnahmt.

Zusätzlich stellten die Ermittler kleine Mengen Cannabis und Kokain sowie zahlreiche Mobiltelefone und andere Datenträger sicher. Die sichergestellten Beweismittel werden derzeit forensisch untersucht.

Schon allein die im letzten Jahr am Frankfurter Flughafen beschlagnahmten 100 Kilogramm Cannabis hätten einen Straßenverkaufswert von etwa einer Million Euro gehabt.

An dem Einsatz waren insgesamt mehr als 100 Einsatzkräfte von Zoll und Polizei beteiligt. Die Maßnahmen wurden von Spezialeinsatzkräften des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) des Landeskriminalamtes Niedersachsen unterstützt.

Die Ermittlungen führt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hildesheim die gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift, bestehend aus Ermittlern des Zollfahndungsamtes Hannover und des Landeskriminalamtes Niedersachsen.

Zusätzliche Informationen:

Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift

Im Interesse einer effektiven Bekämpfung der schweren Rauschgiftkriminalität -insbesondere in Formen der Organisierten Kriminalität- wurde die institutionelle Zusammenarbeit zwischen Polizei und Zoll durch die Einrichtung einer Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) etabliert. Die GER ist eine dauerhafte Ermittlungs- und Einsatzorganisation, bestehend aus Vollzugsbeamten der Polizei und Zollfahndung.

Weitere Informationen finden Sie auf www.zoll.de

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden 35970 Fälle erfasst, wovon 33839 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 30300, wobei 26376 Männer und 3924 Frauen verdächtigt wurden. Darunter waren 7947 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle leicht auf 36058, wobei 33800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 29653, wobei 25755 Männer und 3898 Frauen verdächtigt wurden. Nicht-deutsche Verdächtige stiegen auf 8584. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 35.970 36.058
Anzahl der aufgeklärten Fälle 33.839 33.800
Anzahl der Verdächtigen 30.300 29.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 26.376 25.755
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 3.924 3.898
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 7.947 8.584

Quelle: Bundeskriminalamt

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