Durchsuchungsmaßnahmen nach Bedrohung, Festnahme der Tatverdächtigen und Beweismittelbeschlagnahme
Gefährliche Körperverletzung in Nordenham

Delmenhorst (ost)
Am Freitag, den 22. Mai 2026, ereignete sich gegen 13:59 Uhr in der Hafenstraße in Nordenham zunächst eine Bedrohung, die später zu einer gefährlichen Körperverletzung führte.
Derzeitigen Informationen zufolge wurde ein 38-jähriger Mann aus Nordenham zunächst von zwei Männern im Alter von 37 und 48 Jahren, ebenfalls aus Nordenham, mit einer vermeintlichen Schusswaffe und einem Messer bedroht. Danach stiegen die Verdächtigen in ein Auto und fuhren gezielt auf den 38-Jährigen zu. Dabei erlitt er einen Fußbruch.
Später stiegen die Männer erneut aus dem Fahrzeug aus und griffen den am Boden liegenden Mann an. Danach flüchteten sie mit dem Auto in Richtung Innenstadt.
Dank Zeugenaussagen und sofortigen Fahndungsmaßnahmen wurde zunächst ein Fahrzeug mit zwei Männern im Alter von 39 und 50 Jahren angehalten. Beide wurden vorübergehend festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen freigelassen.
Weitere Untersuchungen führten schließlich zur Identifizierung von zwei Verdächtigen im Alter von 37 und 48 Jahren. Nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft Oldenburg ordnete das zuständige Amtsgericht Durchsuchungen an mehreren Wohnungen an. Diese wurden unter Beteiligung von Spezialeinsatzkräften der Polizei durchgeführt.
Bei den Wohnungsdurchsuchungen wurden die beiden Verdächtigen vorübergehend festgenommen. Nach einer Überprüfung der Haftbedingungen wurden beide Männer am nächsten Tag freigelassen.
Im Zuge der Durchsuchungen konnten Beweismittel sichergestellt werden. Gegen beide Männer wird weiterhin wegen der Hintergründe der Tat ermittelt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, wovon 258 gelöst wurden. Es gab insgesamt 380 Verdächtige, darunter 329 Männer, 51 Frauen und 152 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der Mordfälle auf 236, von denen 225 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 315 Verdächtige, darunter 269 Männer, 46 Frauen und 127 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








