In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es zu einem Gefahrgutaustritt aus einem Kesselwagen. Die Feuerwehr konnte die Situation unter Kontrolle bringen.
Gefahrgutaustritt in Lehrte

Lehrte (ost)
In der Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch ereignete sich ein Vorfall mit gefährlichen Stoffen aus einem Tankwagen auf dem Rangierbahnhof der Deutschen Bahn in Lehrte. Ein Mitarbeiter der Bahn bemerkte, dass Methyl-tert-butylether aus einem Flansch des Tankwagens austrat. Da es sich um eine leicht entzündliche Flüssigkeit handelt, die explosive Dämpfe entwickelt und reizend für Augen und Atemwege ist, wurde um 3:58 Uhr ein Alarm für die Feuerwehr in Hannover sowie für den gesamten Gefahrgutzug in der Region Hannover Ost ausgelöst. Dies war bereits der dritte größere Vorfall mit gefährlichen Stoffen in Lehrte in diesem Monat (siehe Berichte vom 06.06. und 20.06.2026).
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, bestätigte sich die Situation und es wurde sofort mit dem Aufbau eines angemessenen Brandschutzes begonnen. Während des Einsatzes wurde der ausgetretene Stoff mit Schaum abgedeckt, um die Bildung explosiver Dämpfe zu verhindern. Dadurch konnte auch sichergestellt werden, dass keine Gefahr mehr für einen anderen Güterzug bestand, der in unmittelbarer Nähe mit einem hochgiftigen und ätzenden Stoff beladen war. Ein Team in Chemikalienschutzanzügen konnte schließlich den undichten Flansch abdichten.
Um 7:20 Uhr waren die Maßnahmen der Feuerwehr vor Ort abgeschlossen und die Einsatzstelle wurde an den Notfallmanager der Bahn übergeben.
Während des Feuerwehreinsatzes war die Bahnstrecke zwischen Lehrte und Hannover für den Zugverkehr gesperrt. Ebenso musste der Eisenbahnlängsweg zwischen der Brüsseler Straße und der Breiten Lade von der Polizei gesperrt werden. Es gab keine Verletzten bei dem Vorfall. Über die Höhe des entstandenen Schadens kann keine Aussage getroffen werden.
An dem Einsatz waren etwa 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, der Unteren Wasserbehörde, Stadtentwässerung und Polizei beteiligt.
Quelle: Presseportal








