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Gemeindefeuerwehrveranstaltung in Huntlosen

Kameradschaft, Anerkennung und zukünftige Herausforderungen standen im Mittelpunkt. Zahlreiche Feuerwehrkameraden kamen zusammen, um Dank und Ehrungen entgegenzunehmen.

Foto: Feuerwehr Sebastian Wolf und Thorsten Schmidtke mit der Chronik der Feuerwehr
Foto: Presseportal.de

Gemeinde Großenkneten (ost)

Gemeinschaft, Anerkennung für langjähriges Engagement und ein Blick auf die zukünftigen Herausforderungen der Feuerwehren waren im Fokus der diesjährigen Gemeindefeuerwehrveranstaltung der Freiwilligen Feuerwehr Großenkneten. Viele Feuerwehrkameraden und -kameradinnen aus den vier Ortsfeuerwehren trafen sich zusammen mit ihren Begleitungen im Feuerwehrhaus Huntlosen.

Der Gemeindebrandmeister Sebastian Wolf begrüßte neben den Feuerwehrangehörigen auch Bürgermeister Thorsten Schmidtke, Amtsleiter Benjamin Bak, den stellvertretenden Kreisbrandmeister Hendrik Behrends sowie Ralf Teutenberg, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Ein spezieller Dank ging an Ortsbrandmeister Rolf Meiners und die Feuerwehr Huntlosen für die Organisation der Veranstaltung. Ebenso wurde ExxonMobil für die Unterstützung des Abends mit einer Spende gedankt, sowie Dennis Handt für die Bereitstellung seines Imbisswagens.

In seinem Rückblick sprach Wolf über die bereits einsatzbereiten überörtlichen Unterstützungseinheiten der Gemeindefeuerwehr. Die Einheit Großenkneten hatte bereits verschiedene gemeinsame Übungen absolviert. Ein kurzes Video während der Veranstaltung vermittelte den Gästen Eindrücke davon. Gleichzeitig richtete der Gemeindebrandmeister den Blick in die Zukunft. Wetterextreme und die Folgen klimatischer Veränderungen würden die Feuerwehren voraussichtlich noch stärker beschäftigen. Als Beispiel nannte Wolf die zahlreichen Wald- und Vegetationsbrände in verschiedenen Regionen Deutschlands. Auch eine Übung der Kreisfeuerwehr im vergangenen Sommer habe gezeigt, unter welchen extremen Bedingungen Einsatzkräfte teilweise arbeiten müssen. Dort waren die Kräfte bei Temperaturen von bis zu 38 Grad im Wald gefordert. Diese Entwicklung müsse künftig sowohl bei der Einsatzplanung als auch bei der Beschaffung von Fahrzeugen und Ausrüstung berücksichtigt werden. Zwar seien bereits verschiedene Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände geliefert oder bestellt worden, dennoch stehe die Gemeindefeuerwehr vor einer langen Liste an Projekten. Dazu gehören unter anderem auch der Neubau oder die Erweiterung der Feuerwehrhäuser in Sage und Großenkneten.

Bürgermeister Thorsten Schmidtke freute sich über die besondere Atmosphäre in der Huntloser Fahrzeughalle und sprach sich dafür aus, die Gemeindefeuerwehrveranstaltung auch weiterhin in den Feuerwehrhäusern abzuhalten. Im Namen von Verwaltung und Politik dankte er den Feuerwehrangehörigen und ihren Familien für ihr großes Engagement. Die professionelle und routinierte Bewältigung von Einsätzen sei nur möglich, weil dahinter viel Ausbildung, Übung und ehrenamtlicher Einsatz stehe.

Einen besonderen Moment widmete Schmidtke der Geschichte der Gemeindefeuerwehr. Der inzwischen verstorbene Großenkneter Feuerwehrkamerad Heinrich Lueken hatte über viele Jahre Berichte über die vier Ortsfeuerwehren gesammelt. Aus zwei umfangreichen Ordnern entstand schließlich die Idee für eine Feuerwehrchronik. Dirk Faß wurde als Autor gefunden, der im Auftrag des Rates diese Aufgabe übernahm. Die fertige Chronik wurde am selben Vormittag im Rathaus vorgestellt und soll nun an die Feuerwehrmitglieder verteilt werden. Zunächst stehen 180 Exemplare zur Verfügung.

Persönlich wurde es, als Schmidtke auf seine bereits 13-jährige Amtszeit zurückblickte, die noch in diesem Jahr enden wird. Zu Beginn hatte er angekündigt, selbst einen Truppmitgliedlehrgang absolvieren zu wollen. Ein Versprechen, das nicht eingelöst wurde. Zum Abschluss seiner Worte richtete er einen besonderen Dank an die Feuerwehr: “Ich war, bin und werde immer stolz sein auf unsere Feuerwehr. Ihr seid großartig.”

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Hendrik Behrends überbrachte Grüße des Landrats und der Kreisfeuerwehr und betonte das starke Engagement der Großenkneter Feuerwehrangehörigen auf Kreisebene. “Ohne unsere Gemeinde wäre die Kreisfeuerwehr nicht so stark, wie sie aktuell ist.”

Auch auf Kreisebene stehen weitere Investitionen bevor. Behrens verwies unter anderem auf das geplante Gefahrenabwehrzentrum, für das ein Baubeginn im Jahr 2028 geplant ist. Das erwartete Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 40 Millionen Euro.

Im Rahmen der Veranstaltung ernannte Behrends außerdem den Huntloser Feuerwehrkameraden Matthias Witthöft zum stellvertretenden Kreispressewart. Witthöft übt diese Aufgabe bereits seit einigen Monaten aus.

Für einen humorvollen Moment sorgte anschließend Ralf Teutenberg, stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Er griff das bisher nicht eingelöste Versprechen des Bürgermeisters auf und erinnerte daran, dass die Grundausbildung regelmäßig stattfindet: “Du kannst die Teilnahme gerne noch nachholen, dafür ist es nie zu spät. Du musst nur Ja sagen.” Schmidtke antwortete sichtlich überrascht und mit einem Augenzwinkern: “Ja.”

Ein besonderer Höhepunkt des Abends waren die Ehrungen verdienter Feuerwehrkameraden für teils jahrzehntelanges Engagement. Karsten Bilger und Werner Abel erhielten das Feuerwehrehrenzeichen des Landes Niedersachsen für 25-jährige Verdienste. Werner Lueken wurde für 50-jährige Verdienste mit dem Feuerwehrehrenzeichen ausgezeichnet. Die Ehrennadel in Silber des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes erhielten Jürgen Kempermann, Holger Meyer, Uwe Moysich, Werner Abel, Frank Wohlers und Werner Lueken. Für beeindruckende 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde zudem Heino Scholz ausgezeichnet.

Nach den Ehrungen endete der offizielle Teil der Gemeindefeuerwehrveranstaltung. Bei einem gemeinsamen Imbiss und Getränken nutzten die Feuerwehrangehörigen, ihre Begleitungen und die Gäste die Gelegenheit, den Abend in geselliger Runde im Feuerwehrhaus Huntlosen ausklingen zu lassen.

Quelle: Presseportal

nf24