Zwei Fahrverbote innerhalb von 90 Minuten. Die Polizei Delmenhorst führte Geschwindigkeitsmessungen durch und stellte gravierende Verstöße fest. Fahrer in Probezeit erwarten Fahrverbot und weitere Konsequenzen.
Geschwindigkeitskontrollen auf der Bundesstraße 213 bei Hengsterholz

Delmenhorst (ost)
Im Zuge der landesweiten Aktionswoche zur Bekämpfung von Geschwindigkeitsverstößen führte die Polizei Delmenhorst am Abend des Mittwochs, 5. August 2026, Geschwindigkeitsmessungen auf der Bundesstraße 213 im Bereich Hengsterholz durch. Auf diesem Abschnitt gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h.
Zwischen 20:00 Uhr und 21:30 Uhr stellten die eingesetzten Polizeibeamten zwei besonders schwerwiegende Geschwindigkeitsverstöße fest.
Ein Fahranfänger wurde mit einer Geschwindigkeit von 118 km/h erfasst. Kurz darauf kontrollierten die Beamten einen weiteren jungen Mann, der die Messstelle mit 153 km/h passierte.
Im Rahmen der Verkehrskontrollen stellte sich heraus: Beide Fahrer befanden sich noch in der Probezeit. Sie müssen neben einem Fahrverbot mit einem Bußgeld, Punkten im Fahreignungsregister und anderen fahrerlaubnisrechtlichen Konsequenzen für Fahranfänger rechnen.
Insgesamt wurden während der Kontrollzeit sechs Verkehrsteilnehmer gemessen und kontrolliert, die die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mindestens 21 km/h überschritten hatten.
Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit bleibt eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle. Aus diesem Grund setzt die Polizei bei regelmäßigen Schwerpunktkontrollen und landesweiten Aktionswochen gezielt auf Geschwindigkeitsüberwachung. Das Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen und schwere Unfallfolgen zu vermeiden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,02% der Gesamtanzahl aus, was 4.271 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 0,79% und 1.665 Unfällen vertreten. Der Großteil der Unfälle, nämlich 81,86% oder 173.330, waren übrige Sachschadensunfälle. In Bezug auf die Ortslage waren 11,39% der Unfälle innerorts, 6,61% außerorts (ohne Autobahnen) und 1,73% auf Autobahnen. Bei den Verletzten gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








