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Giesen: Verfolgungsfahrt wegen fehlender Zulassung

Eine zivile Streife der Polizei Sarstedt verfolgte einen BMW ohne Kennzeichen, der mit bis zu 230 km/h flüchtete. Der 20-jährige Fahrer ergab sich freiwillig auf einem Parkplatz in Ingeln-Oesselse.

Foto: unsplash

Hildesheim (ost)

Giesen/Sarstedt (jb) Am 01.02.2026 um 0:42 Uhr fuhr eine zivile Streife der Polizei Sarstedt die Emmerke Straße in Richtung Ortsausgang entlang, als ein schwarzer BMW ohne amtliche Kennzeichen entgegenkam. Die Streife drehte um und sah, dass der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Hasede weiterfuhr. Der BMW-Fahrer hielt dann jedoch an der roten Ampel Brückenstraße/B6 an. Als die Streife aufholte, um das Fahrzeug zu kontrollieren, fuhr der BMW trotz Rotlicht in die Kreuzung und setzte seine Fahrt mit deutlich hoher Geschwindigkeit in Richtung Hannover fort. Weder Haltezeichen, Blaulicht und Martinshorn, noch starke Schneeverwehungen auf der B6 konnten den Fahrer davon abhalten, Geschwindigkeiten zwischen 180 km/h und geschätzten 230 km/h zu fahren.

Nur am Blitzer in der Nähe von Kipphut verlangsamte er kurzzeitig seine Fahrt, offensichtlich um nicht geblitzt zu werden. An einer Schneeverwehung bremste er so stark ab, dass sein Fahrzeug ins Schleudern geriet, jedoch konnte er es wieder einfangen. Die Verfolgungsjagd endete auf einem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes in Ingeln-Oesselse. Der Fahrer, ein 20-jähriger aus dem Landkreis Hildesheim, hielt dort freiwillig an und ergab sich. Offensichtlich hatten die beiden minderjährigen Insassen, eine 14-jährige und ein 16-jähriger aus dem Landkreis Hildesheim, ihn während der Verfolgungsfahrt mehrmals gebeten anzuhalten. Es kam zu keiner Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. Nach einer gründlichen Überprüfung stellte sich heraus, dass nur ein Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz vorlag, da das Fahrzeug weder angemeldet noch versichert war. Aufgrund seines Fahrverhaltens kommt nun noch ein Verfahren wegen eines illegalen Autorennens hinzu.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden waren 4.271, was 2,02% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 1.665 aus, was 0,79% aller Unfälle sind. Die übrigen Sachschadensunfälle betrugen 173.330, was 81,86% der Gesamtunfälle entspricht. Innerorts gab es 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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