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Gifhorn: Durchsuchungen nach monatelangen Ermittlungen

Ermittlungserfolg gegen Brüder wegen Drogenhandels. Festnahme, Drogen und Falschgeld sichergestellt. Untersuchungshaft für 27-Jährigen.

Foto: Depositphotos

LK Gifhorn (ost)

Ein Durchbruch in einem langwierigen Strafverfahren wurde von der Staatsanwaltschaft Hildesheim und der Polizeiinspektion Gifhorn verkündet. Nach einem anonymen Tipp Ende 2025 leitete der Zentrale Kriminaldienst der Polizeiinspektion Gifhorn ein Verfahren gegen zwei Brüder aus dem Landkreis Gifhorn ein, die im Verdacht standen, mit Drogen zu handeln.

Am Ende des Monats März 2026 gab es Hinweise auf eine sogenannte Beschaffungsfahrt des 27-jährigen Bruders. Danach wurde der Mann an einem früheren Gaststättengebäude in Wichelnförth entdeckt. Die Ermittler wussten bereits, dass der Tatverdächtige das Gebäude nutzte, und es lagen Durchsuchungsbeschlüsse für mehrere von den Brüdern genutzte Objekte vor.

Die Beamten vollstreckten diese am 19.03.2026. Bei den Maßnahmen drangen sie in eine Halle auf dem Gelände ein und nahmen den 27-Jährigen fest. In den Räumlichkeiten fanden sie unter anderem über 16 Kilogramm Marihuana, eine beträchtliche Menge Kokain, mehr als 100.000 Euro Falschgeld und eine Indoor-Plantage mit über 80 Marihuana-Pflanzen. Nach bisherigen Erkenntnissen steht die Plantage nicht im Zusammenhang mit dem gefundenen Marihuana.

Gleichzeitig wurden weitere Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt, auch an den Wohnadressen der beiden Brüder. Dabei wurden weitere Beweismittel gefunden und sichergestellt.

Der 25-Jährige wurde an seinem Arbeitsplatz festgenommen, aber auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Hildesheim am Abend aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Beide Brüder schwiegen zu den Vorwürfen während der polizeilichen Vernehmungen. Aufgrund der großen Menge an Falschgeld beantragte die Staatsanwaltschaft Hildesheim am 20.03.2026 vor dem Amtsgericht Hildesheim einen Haftbefehl für den 27-Jährigen. Diesem wurde zugestimmt.

Die Ermittlungen werden weiterhin von der Staatsanwaltschaft Hildesheim unter Leitung des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Gifhorn durchgeführt.

Presseanfragen werden ausschließlich von der Pressestelle der Staatsanwaltschaft Hildesheim beantwortet.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 35.970 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, wovon 33.839 Fälle gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 30.300, wobei 26.376 männliche und 3.924 weibliche Verdächtige waren. Darüber hinaus gab es 7.947 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch auf 29.653 zurück, wobei 25.755 männliche und 3.898 weibliche Verdächtige registriert wurden. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 8.584. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an erfassten Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 35.970 36.058
Anzahl der aufgeklärten Fälle 33.839 33.800
Anzahl der Verdächtigen 30.300 29.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 26.376 25.755
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 3.924 3.898
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 7.947 8.584

Quelle: Bundeskriminalamt

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