Zwei Beamte der Polizei stoppten einen Minderjährigen, der mit einem nicht versicherten E-Scooter unterwegs war. Warnung vor manipulierten Fahrzeugen.
Gifhorn: Flucht mit getuntem E-Scooter

Gifhorn (ost)
Zwei Polizeibeamte aus Gifhorn patrouillierten gestern Nacht gegen 23:45 Uhr auf der Bergstraße in Gifhorn. Dabei bemerkten sie drei Personen, die ihre Fahrzeuglichter nicht eingeschaltet hatten. Als sie näher kamen, sahen sie, dass es sich um zwei E-Scooter und ein Fahrrad handelte. Die Beamten forderten die Personen auf, anzuhalten, aber diese ignorierten sie. Die Beamten drehten um und nahmen die Verfolgung auf. Die Gruppe trennte sich und die Beamten verfolgten einen der E-Scooter-Fahrer bis zur Professor-Kalmbacher-Straße. Dort hielt der Fahrer schließlich nach mehrmaliger Aufforderung an.
Es stellte sich heraus, dass der Fahrer des E-Scooters minderjährig war. Der E-Scooter war nicht versichert und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 40 km/h. Das Fahrzeug wurde daraufhin beschlagnahmt. Gegen den jungen Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Anschließend wurde er seinen Erziehungsberechtigten übergeben.
Die Polizei warnt eindringlich vor der Nutzung von E-Scootern und anderen Fahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr, die entweder keine Betriebserlaubnis haben oder durch Softwaremanipulation eine höhere Geschwindigkeit erreichen. Solche Eingriffe verändern das Fahrverhalten und können erhebliche Gefahren für die Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer darstellen. Bremsen und Reifen von E-Scootern sind für die vorgesehene Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h ausgelegt. Für die deutlich höheren Belastungen bei Geschwindigkeiten von etwa 40 km/h sind sie nicht geeignet. Die typischen kleinen Räder reagieren auch empfindlich auf Schlaglöcher, Bordsteinkanten und andere Unebenheiten. Mit höherem Tempo steigt das Risiko von Stürzen und schweren Verletzungen, zugleich verlängert sich der Bremsweg. Auch Eltern, die ihren Kindern solche Fahrzeuge zur Verfügung stellen, sollten sich dieser Gefahren bewusst sein.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden waren 4.271, also 2,02% aller Unfälle. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 1.665 Fälle aus, was 0,79% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 173.330, was 81,86% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








