Zwei Tatverdächtige vorläufig festgenommen. Hintergründe und Auslöser noch unklar.
Göttingen: 24-Jähriger bei Auseinandersetzung am Waageplatz schwer verletzt

Göttingen (ost)
Göttingen, Waageplatz / Robert-Gernhardt-Platz Samstagabend, 12. September 2026, gegen 21:45 Uhr
GÖTTINGEN (ab) – Während eines physischen Konflikts am Robert-Gernhardt-Platz in der Innenstadt von Göttingen wurde am Samstagabend (12.09.2026) ein 24-jähriger Mann aus Göttingen schwer verletzt. Zwei Männer im Alter von 19 und 22 Jahren wurden vorläufig als Verdächtige festgenommen, während die genauen Hintergründe und der Auslöser des Vorfalls noch nicht vollständig geklärt sind.
Um etwa 21:45 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Polizeileitstelle ein, die von einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen im Bereich des Waageplatzes berichteten.
Als die ersten Streifenwagen am Robert-Gernhardt-Platz eintrafen, waren zwei Männer in einen physischen Konflikt verwickelt. Die Einsatzkräfte griffen sofort ein und brachten die Situation unter Kontrolle.
Der 24-jährige Mann aus Göttingen wies schwere Stich- und Schnittverletzungen im Gesicht und an den Armen auf. Nach einer Erstversorgung durch die Polizei wurde er notärztlich behandelt und ins Universitätsklinikum Göttingen gebracht. Seine Verletzungen wurden zunächst als lebensbedrohlich eingestuft. Am Sonntagmorgen bestand jedoch keine Lebensgefahr mehr, wie das Krankenhaus mitteilte.
Der zweite Mann am Tatort, ein 19-jähriger obdachloser Mann, erlitt laut den bisherigen Informationen leichtere Verletzungen und wurde ebenfalls ins Universitätsklinikum Göttingen gebracht. Bei ihm wurde auch eine größere Menge Cannabis gefunden und beschlagnahmt. Ob dieser Fund mit der Auseinandersetzung in Verbindung steht, wird weiter untersucht.
Erste Ermittlungen ergaben Hinweise auf eine dritte Person, die den Tatort vor dem Eintreffen der Polizei verlassen haben soll. Noch am selben Abend stellte sich ein 22-jähriger Mann aus dem Landkreis Göttingen mit Schnittverletzungen an einer Hand im Universitätsklinikum Göttingen vor. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse geriet auch er ins Visier der Ermittlungen. Nach Abschluss der medizinischen Behandlung wurden der 19-Jährige und der 22-Jährige vorläufig festgenommen.
Am Tatort wurden umfangreiche Spuren gesichert. Unter anderem wurde in unmittelbarer Nähe ein Messer mit Blutspuren gefunden und sichergestellt. Wer das Messer während des Konflikts führte, wird noch ermittelt.
Es ist noch unklar, wie sich der Vorfall genau abspielte, welche Rollen die drei Männer dabei spielten und was den Konflikt auslöste. Insbesondere ist noch nicht geklärt, ob alle drei Männer von Anfang an beteiligt waren. Es liegen noch keine Aussagen der Beteiligten zum eigentlichen Geschehen vor.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts werden vom Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Göttingen durchgeführt.
Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0551/491-2115 bei der Polizei Göttingen zu melden.
Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 258 auf 225 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 380 auf 315, wobei die meisten männlichen Verdächtigen waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








