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Göttingen: Polizei durchsucht Wohnungen in Hann. Münden

Ermittlungen gegen drei Jugendliche und 64 Jahre alte Frau wegen Drogenhandels, Ermittlungen dauern an

Foto: unsplash

Göttingen (ost)

Hann. Münden, Bereich der Stadt

Freitag, 23. Januar 2026

In Bezug auf Ermittlungen wegen des Verdachts des unerlaubten Drogenhandels hat die Polizei am Freitag (23.01.26) in Hann. Münden (Landkreis Göttingen) die Wohnungen von drei Jugendlichen durchsucht. Die beiden 15-jährigen Jungen und ein gleichaltriges Mädchen stehen unter dringendem Verdacht, in der Vergangenheit illegal Betäubungsmittel (Haschisch) besessen, gekauft und verkauft zu haben. Am Freitagvormittag durchsuchten Beamte des Polizeikommissariats Hann. Münden die Wohnungen der Verdächtigen mit richterlichen Beschlüssen. Im Rahmen der Maßnahmen wurden verschiedene Beweismittel (unter anderem szenetypisches Verpackungsmaterial) von der Polizei sichergestellt. Die Schülerin und der Schüler wurden für strafprozessuale Maßnahmen zur Dienststelle gebracht und anschließend nach Hause entlassen. Die Ermittlungen gegen sie wegen des Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz (KCanG) dauern an.

Auch eine 64-jährige Frau steht im Fokus weiterer polizeilicher Ermittlungen in diesem Zusammenhang. Sie soll vermutlich in mehreren Fällen Cannabis an Kinder und Jugendliche abgegeben oder verkauft haben. Auch ihre Wohnung in der Mündener Innenstadt wurde deshalb am Freitagvormittag durchsucht. Es wurden unter anderem Haschisch und Amphetamine gefunden und beschlagnahmt.

Die 64-jährige Verdächtige ist weiterhin auf freiem Fuß. Die Ermittlungen gegen sie wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie die Auswertung aller bei den Durchsuchungen am Freitag in Hann. Münden beschlagnahmten Beweismittel dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen eine leichte Steigerung. Im Jahr 2022 wurden 35.970 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 36.058 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle blieb jedoch relativ konstant bei 33.839 im Jahr 2022 und 33.800 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 30.300 im Jahr 2022 auf 29.653 im Jahr 2023 zurück. Unter den Verdächtigen waren 26.376 männlich und 3.924 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 25.755 männliche und 3.898 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 7.947 im Jahr 2022 auf 8.584 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland registriert – 73.917.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 35.970 36.058
Anzahl der aufgeklärten Fälle 33.839 33.800
Anzahl der Verdächtigen 30.300 29.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 26.376 25.755
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 3.924 3.898
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 7.947 8.584

Quelle: Bundeskriminalamt

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