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Göttingen: Polizei zieht Bilanz nach Auseinandersetzungen zwischen Clanfamilien

Die Polizeiinspektion Göttingen hat eine Mordkommission eingerichtet und ermittelt gegen 49 Tatverdächtige nach den schweren Tumulten am 13.06.2026.

Foto: unsplash

Göttingen (ost)

GÖTTINGEN (ju) – Nach den schweren Auseinandersetzungen am 13. Juni 2026 hat die Polizeiinspektion Göttingen eine Mordkommission eingerichtet. Die Ermittlungsmaßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit der für Clan-Delikte zuständigen Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig (siehe auch https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/119508/6293722, https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/119508/6294003).

Die Polizeiinspektion Göttingen hat mit dem Ziel der nachhaltigen Stärkung der öffentlichen Sicherheit in der Stadt in kürzester Zeit eine Vielzahl von präventiven und repressiven Maßnahmen vorbereitet und umgesetzt.

Seit den schweren Tumulten am 13.06. wird bereits gegen 49 Tatverdächtige ermittelt. Die Auswertung von Videosequenzen dauert weiter an. Es ist weiterhin möglich, der Polizei über das Hinweisportal des Landeskriminalamtes Niedersachsen (LKA) beweiserhebliche Videos zur Verfügung zu stellen (https://fcld.ly/hnws). Darüber hinaus hat die Polizeiinspektion Göttingen einen Führungsstab außerhalb der Alltagsorganisation eingerichtet. Dieser koordiniert und strukturiert die aktuellen ganzheitlichen polizeilichen Maßnahmen.

Seit den Vorfällen hat die Polizei in der Stadt Göttingen mit den Organisationseinheiten des Einsatz- und Streifendienstes, der Verfügungseinheit sowie starken Kräften der Bereitschaftspolizei Niedersachsen die sichtbare Präsenz erhöht mit dem Ziel, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken und Folgeaktionen der Großfamilien durch robuste Präsenz und Kontrollmaßnahmen zu verhindern.

In dieses ganzheitliche Maßnahmenpaket wurde von Seiten der Polizei die Prüfung von Aufenthaltsverboten aufgenommen. Nach einer individuellen Gefahrenprognose wurden zwischenzeitlich 16 Aufenthaltsverbote erstellt und persönlich mit einer entsprechenden Gefährderansprache an einzelne Personen ausgehändigt. Die Aufenthaltsverbote umfassen das Stadtgebiet Göttingen. Verstöße stellen Ordnungswidrigkeiten dar. Weiterhin regt die Polizeiinspektion Göttingen bei den zuständigen Stellen aufenthaltsbeendende Maßnahmen an.

„Eine solche Gewalteskalation auf offener Straße, verbunden mit dem Einsatz von Waffen, ist nicht hinnehmbar. Wir werden mit allen zur Verfügung stehenden rechtstaatlichen Mitteln gegen kriminelle Clanstrukturen in unserem Zuständigkeitsbereich vorgehen. Die Polizeiinspektion Göttingen arbeitet dabei eng mit ihren Netzwerkpartnern zusammen. Dieses konsequente und abgestimmte Vorgehen unterstütze ich ausdrücklich. Ich bin zudem sehr froh, dass unser Kollege gesundheitlich auf einem guten Weg ist. Wir sind immer noch schockiert über diesen Gewaltexzess,“ so Polizeipräsidentin Tanja Wulff-Bruhn.

Quelle: Presseportal

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