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Göttingen: Polizeieinsatz an Göttinger Schule

Ein 18-jähriger Schüler löst Polizeieinsatz aus, nachdem er einen Mitschüler mit einer Schusswaffe bedroht haben soll.

Foto: Depositphotos

Göttingen (ost)

Göttingen, Friedländer Weg

Mittwoch, 25. Februar 2026, gegen 10.15 Uhr

GÖTTINGEN (jk) – Ein Schüler, der angeblich mit einer Schusswaffe bewaffnet war, löste am Montagvormittag (25.02.26) gegen 10.15 Uhr einen Polizeieinsatz an der Arnoldi-Schule in Göttingen am Friedländer Weg aus.

Ein Mitarbeiter hatte zuvor über den Polizeinotruf gemeldet, dass ein Schüler einen anderen Schüler mit einem Gegenstand bedroht haben soll, der einer Pistole ähnlich sah. Der besagte Schüler, ein 18-jähriger junger Erwachsener aus Göttingen, befand sich mittlerweile im Büro der Schulleitung.

Die Polizei fuhr sofort mit verstärkten Kräften an den Ort, um dem Hinweis nachzugehen und das Vorliegen einer möglichen Gefahr für Unbeteiligte zu überprüfen.

Der 18-jährige Verursacher des Einsatzes wurde, wie im Telefonat erwähnt, von den zuerst eintreffenden Einsatzkräften im Büro angetroffen.

Die unmittelbare Durchsuchung seiner Person führte nicht zum Auffinden des vermeintlichen Gegenstandes, der einer Schusswaffe ähnelte, oder anderer waffenrechtlich relevanter Gegenstände.

Hintergrund Streit in Schulnähe

Ersten Erkenntnissen zufolge kam es gegen 10.15 Uhr außerhalb des Schulgeländes zu einem verbalen Streit zwischen dem 18-Jährigen und einem gleichaltrigen Mitschüler. Der genaue Auslöser ist noch unklar und Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.

Der junge Erwachsene soll seinem Mitschüler dann einen pistolenähnlichen Gegenstand gezeigt haben, den er in seiner Jackentasche mitführte. Der Gegenstand wurde nicht herausgeholt. Es kam auch nicht zu einer öffentlich wahrnehmbaren direkten Bedrohung mit dem verdächtigen, waffenähnlichen Gegenstand, wie es derzeitige Informationen nahelegen. Schließlich entfernte sich der 18-Jährige vom Ort.

Polizei nimmt Tatverdächtigen und Opfer mit zur Dienststelle

Der verdächtige Schüler und das Opfer wurden für weitere Ermittlungen und zur Klärung des Sachverhalts dem Fachkommissariat 6 (Jugendkommissariat) der Polizei Göttingen übergeben. Der 18-Jährige bestritt gegenüber den Ermittlern, eine Waffe besessen zu haben. Er äußerte sich nicht zu den erhobenen Vorwürfen. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung gegen ihn ein.

Tatort und angrenzende Straßen abgesucht

Eine gründliche Absuche des mutmaßlichen Tatortes sowie der umliegenden Straßen durch Einsatzkräfte führte ebenfalls nicht zum Auffinden einer Waffe oder eines waffenähnlichen Gegenstandes. Daher ist bislang unklar, um welche Art von Waffe oder Gegenstand es sich handelte, was Gegenstand der laufenden Ermittlungen ist.

Der Polizeieinsatz am und rund um das Schulgelände dauerte bis etwa 11.15 Uhr. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen bestand keine Gefahr für Unbeteiligte.

Unklare Lage – Einsatzkräfte müssen konsequent handeln

Einsätze im Zusammenhang mit schusswaffenähnlichen Gegenständen erfordern regelmäßig einen größeren Polizeieinsatz, da bei Eingang der ersten Informationen nicht eindeutig beurteilt werden kann, ob eine reale Gefahr besteht oder ausgeschlossen werden kann. Bis dies zweifelsfrei festgestellt ist, müssen die Einsatzkräfte konsequent und situationsangepasst handeln, um eine mögliche Gefahr für Unbeteiligte auszuschließen. Angaben zur Gesamtzahl der eingesetzten Beamten werden grundsätzlich nicht gemacht, da es sich um eine taktische Information handelt.

Sachdienliche Hinweise zum Vorfall und Beobachtungen von Zeugen nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0551/491-2115 entgegen.

Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023

Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 Fälle waren. Die Anzahl der aufgeklärten Fälle sank ebenfalls von 258 auf 225. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 380 auf 315 zurück, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 278 236
Anzahl der aufgeklärten Fälle 258 225
Anzahl der Verdächtigen 380 315
Anzahl der männlichen Verdächtigen 329 269
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 51 46
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 152 127

Quelle: Bundeskriminalamt

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