Ein 33-jähriger Passant wurde vor einem Imbiss rassistisch beleidigt und durch einen Schlag im Gesicht verletzt. Der Täter ist flüchtig, Staatschutz ermittelt.
Göttingen: Rassistischer Angriff am Wilhelmsplatz, 33-Jähriger verletzt

Göttingen (ost)
Göttingen, Burgstraße/Wilhelmsplatz
Samstag, 7. März 2026, gegen 00.30 Uhr
In GÖTTINGEN (jk) – Vor einem Imbiss am Wilhelmsplatz in Göttingen (Burgstraße) wurde am 7. März (Samstag) gegen 00.30 Uhr ein 33-jähriger Passant von einem unbekannten Mann zunächst rassistisch beleidigt und kurz darauf durch einen Schlag ins Gesicht verletzt. Der Täter ist auf der Flucht.
Der Mann aus Nepal und sein 31-jähriger Begleiter waren so schockiert von dem Vorfall, dass sie zunächst nicht wussten, wie sie reagieren sollten und nach Hause gingen. Der Verletzte erstattete später Anzeige.
Berichten zufolge wollten er und sein Begleiter vor dem Imbiss ein Bier trinken, als sie plötzlich von einem Fußgänger angegangen wurden. Der Unbekannte zeigte ihnen den „Hitlergruß“ und beschimpfte sie als „Drecks-Inder“. Kurz darauf schlug der Mann dem 33-Jährigen ins Gesicht. Bei dem Angriff fiel das Opfer zu Boden. Der Verdächtige entfernte sich vom Tatort und ging wahrscheinlich in eine nahegelegene Kneipe.
Der Unbekannte wird wie folgt beschrieben: etwa 20 bis 30 Jahre alt, normale bis schlanke Statur, Bart, helle Haare, Brillenträger, blaue Mütze mit weißem Aufdruck, hellere Hose, grüne Jacke.
Das Staatschutzkommissariat hat die Ermittlungen wegen Körperverletzung, Beleidigung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen übernommen.
Zeugen, die den Vorfall am Wilhelmsplatz beobachtet haben oder Informationen zu dem gesuchten Tatverdächtigen haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0551/491-2115 bei der Polizei zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 258 auf 225. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 380 auf 315 zurück, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








