Nach Hinweis eines Bürgers wurde ein weiterer mutmaßlicher Mehrfach-Drogenhändler festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft.
Göttingen: Weiterer mutmaßlicher Mehrfach-Dealer ergriffen

Göttingen (ost)
In GÖTTINGEN (jk) – Kurz nach der Festnahme eines 22-jährigen Mannes bei einer gezielten polizeilichen Kontrolle am Göttinger Waageplatz (siehe auch https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/119508/6320338) haben Ermittler am frühen Donnerstagabend (23.07.26) einen weiteren mutmaßlichen Mehrfach-Drogenhändler festgenommen. Er befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft.
Der Erfolg ist unter anderem auf den Hinweis eines aufmerksamen Göttinger Bürgers zurückzuführen. Ein Passant hatte beobachtet, wie ein Mann im Bereich Reitstallstraße/Robert-Gernhardt-Platz/Waageplatz offensichtlich wiederholt Betäubungsmittel an andere Personen verkaufte und die Polizei darüber informierte.
Polizisten konnten den mutmaßlichen Dealer, den der Zeuge beschrieben hatte, kurz darauf im Bereich des als Kontrollort eingestuften Waageplatzes antreffen. Während der Personenkontrolle fanden die Ermittler bei dem 30-Jährigen mehrere Konsumeinheiten Cannabis sowie szenetypisch gestückeltes Bargeld im Gesamtwert von 130 Euro und beschlagnahmten es.
Der Tatverdächtige ist bereits in der Vergangenheit wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln und anderen Straftaten polizeilich bekannt geworden. Aufgrund der erneut festgestellten Umstände wird weiterhin von gewerbsmäßigem Handel mit Drogen ausgegangen.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Göttingen wurde noch am Abend die vorläufige Festnahme des Mannes angeordnet.
Der Festgenommene wurde über Nacht in Polizeigewahrsam genommen und am Freitag (24.07.26) dem zuständigen Haftrichter vorgeführt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Göttingen ordnete der Haftrichter die Untersuchungshaft gegen den 30-Jährigen wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr an. Anschließend wurde er in die Justizvollzugsanstalt Rosdorf gebracht.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 35.970 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, wovon 33.839 Fälle gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 30.300, wobei 26.376 männliche Verdächtige und 3.924 weibliche Verdächtige waren. Darüber hinaus wurden 7.947 nicht-deutsche Verdächtige identifiziert. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch auf 29.653 zurück, darunter 25.755 männliche und 3.898 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 8.584. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt








