Gefährlicher Vorfall an der deutsch-niederländischen Grenze: Verdacht auf Drogeneinfluss bei 37-jähriger Fahrerin. Polizist musste Fahrbahn verlassen, um Zusammenstoß zu vermeiden.
Grenzkontrolle: Autofahrerin fährt auf Polizisten zu

Neuenhaus (ost)
Gestern Nacht ereignete sich an der deutsch-niederländischen Grenze ein gefährlicher Vorfall. Eine 37-jährige Autofahrerin, die anscheinend unter dem Einfluss von Drogen stand, fuhr scheinbar ungebremst auf einen auf der Fahrbahn stehenden Bundespolizisten zu, der das Fahrzeug für eine Kontrolle stoppen wollte.
Gegen kurz vor ein Uhr nachts sollte ein aus den Niederlanden eingereistes Fahrzeug auf der B403 im Ortsteil Grasdorf von einer Streife der Bundespolizei gestoppt und überprüft werden. Ein 30-jähriger Polizeibeamter hatte den herannahenden Pkw mit einer beleuchteten Anhaltekelle aufgefordert, anzuhalten, um eine Kontrolle durchzuführen. Obwohl der Streifenwagen seitlich den Kontrollort beleuchtete, reduzierte die 37-jährige Fahrerin anscheinend nicht ihre Geschwindigkeit und fuhr scheinbar ungebremst auf den Beamten zu, der mit einer Reflexionsweste und einem Anhaltestab auf der Fahrbahn stand. Dieser musste schnell die Fahrbahn verlassen, um nicht vom Fahrzeug erfasst zu werden. Das Fahrzeug kam erst etwa 75 Meter hinter der Kontrollstelle zum Stillstand, nachdem es von hinten mit einer Taschenlampe beleuchtet wurde.
Bei der anschließenden Kontrolle ergaben sich Hinweise darauf, dass die 37-jährige Fahrerin möglicherweise unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein vor Ort durchgeführter Drogenschnelltest war positiv. Der Niederländerin wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt wurde untersagt. Gegen die Frau wurde ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen eine leichte Steigerung. Im Jahr 2022 wurden 35.970 Fälle registriert, wovon 33.839 gelöst werden konnten. Es gab insgesamt 30.300 Verdächtige, darunter 26.376 Männer und 3.924 Frauen. 7.947 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 29.653, darunter 25.755 Männer und 3.898 Frauen. 8.584 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Niedersachsen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 211.737 Unfälle. Davon entfallen 32.471 Unfälle auf Personenschäden, was 15,34% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machen 4.271 Fälle aus, was 2,02% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel betragen 1.665, was 0,79% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle belaufen sich auf 173.330, was 81,86% entspricht. Innerorts gab es 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 (1,73%). Die Anzahl der Getöteten beträgt 423, Schwerverletzte 5.122 und Leichtverletzte 36.247.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








