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Groß Ellershausen: Drogenfund in Göttingen – Haftbefehl gegen 48-Jährigen erlassen

Bei einem nächtlichen Polizeieinsatz in Göttingen wurden rund 170 Gramm mutmaßliches MDPV, Waffen und Bargeld sichergestellt. Gegen den 48-jährigen Beschuldigten wurde Haftbefehl erlassen.

Foto: Depositphotos

Göttingen (ost)

Göttingen / Heiligenstadt (Landkreis Eichsfeld, Thüringen) Sonntag, 30. August 2026, gegen 01.00 Uhr

GÖTTINGEN/HEILIGENSTADT (ab) – Während einer nächtlichen Polizeiaktion in Göttingen haben Einsatzkräfte am frühen Sonntagmorgen (30.08.2026) etwa 170 Gramm vermeintliches MDPV, auch bekannt als “Flex”, mehrere Waffen und knapp 9.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. Gegen einen 48-jährigen Verdächtigen wurde später ein Haftbefehl erlassen.

Der Beginn des Einsatzes war gegen 01.00 Uhr, als ein Hinweis auf ein Fahrzeug mit laufendem Motor einging, in dem ein schlafender Mann saß. Das Auto stand in der Dransfelder Straße im Göttinger Ortsteil Groß Ellershausen. Eine Streifenwagenbesatzung traf vor Ort auf eine 34-jährige Frau und einen 48-jährigen Mann. Bei der folgenden Kontrolle ergaben sich klare Anzeichen für Drogenbesitz. Unter anderem bemerkten die Beamten einen ungewöhnlichen Geruch im Fahrzeug und fanden Behälter mit verdächtigen Substanzen.

Nach Rücksprache mit dem Eildienst der Staatsanwaltschaft Göttingen wurde die Durchsuchung des Fahrzeugs angeordnet. Der anfängliche Verdacht bestätigte sich. Die Einsatzkräfte entdeckten insgesamt etwa 170 Gramm vermeintliches MDPV oder “Flex”, knapp 9.000 Euro Bargeld, eine Feinwaage und mehrere Mobiltelefone. Außerdem wurden verschiedene Waffen sichergestellt. Darunter eine geladene Kleinkaliberpistole mit Magazinen und scharfer Munition, zwei weitere geladene Gasdruckwaffen und verschiedene Messer.

Aufgrund der Gesamtsituation wurden beide Verdächtige vorläufig festgenommen. Die vermeintlichen Drogen, das Bargeld sowie die gefundenen Waffen und anderen Gegenstände wurden beschlagnahmt. Art und Umfang der Funde sind Gegenstand der laufenden Untersuchungen.

Die weiteren Schritte wurden in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Göttingen koordiniert. Nach erneuter Bewertung der Situation ordnete das Amtsgericht Göttingen unter anderem Hausdurchsuchungen bei beiden Verdächtigen und Blutentnahmen an. Während die Adresse der 34-Jährigen in Göttingen liegt, wurde die Wohnung des 48-Jährigen in Heiligenstadt durchsucht. Dabei wurden mehrere Waffen (Gasdruckwaffen, Luftpistolen, Kleinkaliberpistolen, Armbrüste und Übungshandgranaten) sowie vermutlich Crystal Meth und Ecstasy gefunden und beschlagnahmt.

Im Rahmen weiterer strafrechtlicher Maßnahmen wurde der 48-Jährige einem Richter am Amtsgericht Göttingen vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten.

Die umfangreichen Beschlagnahmungen stellen einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen die Drogenszene dar. Durch den Wohnsitz des 48-jährigen Verdächtigen in Heiligenstadt hat der Fall auch Bezüge über Göttingen hinaus. Der Einsatz betont zudem die enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft Göttingen und Amtsgericht Göttingen bei der Koordination und Umsetzung der erforderlichen strafrechtlichen Maßnahmen.

Die Ermittlungen zur Herkunft und Verwendung der beschlagnahmten Substanzen, zum Waffenbesitz und möglichen weiteren Beteiligten und Verbindungen dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023

Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 35.970 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 36.058 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle blieb jedoch relativ konstant, mit 33.839 im Jahr 2022 und 33.800 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 30.300 im Jahr 2022 auf 29.653 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 26.376 männlich und 3.924 weiblich im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 25.755 männliche und 3.898 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 7.947 im Jahr 2022 auf 8.584 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Drogenfälle in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 35.970 36.058
Anzahl der aufgeklärten Fälle 33.839 33.800
Anzahl der Verdächtigen 30.300 29.653
Anzahl der männlichen Verdächtigen 26.376 25.755
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 3.924 3.898
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 7.947 8.584

Quelle: Bundeskriminalamt

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