Im Rahmen des Kameradschaftsabends der Ortsfeuerwehr Hambühren standen am 29. August neben dem geselligen Miteinander vor allem Beförderungen und besondere Ehrungen verdienter Feuerwehrkameraden im Mittelpunkt.
Hambühren: Feuerwehrdienst gewürdigt

Hambühren (ost)
Im Rahmen des Kameradschaftsabends der Ortsfeuerwehr Hambühren standen am 29. August neben dem geselligen Miteinander vor allem Beförderungen und besondere Ehrungen verdienter Feuerwehrkameraden im Mittelpunkt. Ortsbrandmeister Daniel Hitzig und sein Stellvertreter Marcel Lucan konnten neben den Mitgliedern der Ortsfeuerwehr auch zahlreiche Gäste befreundeter Feuerwehren, der Verwaltung und der örtlichen Vereine am Feuerwehrhaus am Wildpfad begrüßen. Auch Gemeindebrandmeister Reiner Dralle und der stellvertretende Kreisbrandmeister Willi Lucan waren der Einladung gefolgt.
Nach den einleitenden Worten des Ortsbrandmeisters konnte sich zunächst Guido Bodenbinder nach dem erfolgreichen Abschluss der erforderlichen Lehrgänge über seine Ernennung zum Feuerwehrmann freuen. Timm Jandke wurde zudem zum Oberfeuerwehrmann befördert. Neben diesen Beförderungen wurden drei Kameraden für insgesamt beeindruckende 160 Jahre Feuerwehrdienst ausgezeichnet.
Eine besondere Würdigung erhielt Ehrenortsbrandmeister Carsten Kranz: Das Land Niedersachsen zeichnete ihn mit dem Feuerwehrehrenzeichen für 40-jährige Verdienste im Feuerwehrwesen aus. Daniel Hitzig und Marcel Lucan gingen in ihrer Ansprache auf diese bewegende Zeit ein. Seit seinem Eintritt in die Jugendfeuerwehr im Jahr 1986 ist Carsten Kranz der Feuerwehr eng verbunden. Von 2007 bis 2019 führte er als Ortsbrandmeister Hambühren zwölf Jahre lang die Feuerwehr und prägte ihre Entwicklung nachhaltig. Besonders setzte er sich für die Beschaffung und Weiterentwicklung von Fahrzeugen und Ausrüstung sowie für eine gute Ausbildung der Einsatzkräfte ein. Für sein Engagement wurde er bereits 2018 mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze ausgezeichnet.
Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Ortsbrandmeisters sei er in der Feuerwehr aktiv geblieben. “Feuerwehr ist ein Stück deines Lebens”, hieß es in der Laudatio. Mit 40 Jahren Dienst, Ausbildung, Einsätzen, Verantwortung und Kameradschaft habe er mehrere Generationen von Feuerwehrleuten entscheidend begleitet und geprägt.
Gleiches gilt wohl auch für Heinrich Gerke und Erich Lüders, beide Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung, die im Anschluss mit dem Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden.
Gemeindebrandmeister Reiner Dralle berichtete in seinen Ansprachen über das Wirken der beiden Kameraden.
Heinrich Gerke trat 1966 in die Feuerwehr ein und übernahm im Laufe seiner Laufbahn zahlreiche Aufgaben und Führungspositionen. Nach verschiedenen Lehrgängen war er ab 1977 stellvertretender Gemeindebrandmeister und übernahm 1980 das Amt des Gemeindebrandmeisters, das er 25 Jahre lang ausübte. Für seine Verdienste wurde er 2005 zum Ehrengemeindebrandmeister ernannt. Seine Feuerwehrlaufbahn war dabei nicht nur von Verantwortung und Führungsaufgaben geprägt, sondern auch von zahlreichen Anekdoten. So gründete er den Chor der Gemeindebrandmeister, ließ eine Beförderung schon einmal kurzerhand am Telefon durchführen und soll selbst im Urlaub noch Zeit gefunden haben, sich um die Beschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs zu kümmern. Die Geschichten sorgten bei der Ehrung für viele schmunzelnde Gesichter und zeigten zugleich, welchen Stellenwert die Feuerwehr in seinem Leben hatte.
Auch Erich Lüders wurde für 60 Jahre Feuerwehrdienst geehrt. Nach seinem Eintritt im Jahr 1966 absolvierte er zahlreiche Lehrgänge und war unter anderem als Gruppenführer sowie über beeindruckende 18 Jahre als stellvertretender Ortsbrandmeister tätig. Mit seiner Erfahrung und seiner pragmatischen Art prägte auch er die Feuerwehr über Jahrzehnte.
Einige Erinnerungen an vergangene Zeiten sorgten bei seiner Ehrung für besondere Heiterkeit – etwa ein Dienst am Heidelager, bei dem der dreiteilige Löschangriff bewusst kurz gehalten wurde: “Wir wollen ja heute nicht schwitzen.” Diese und weitere Anekdoten waren über Jahrzehnte in Erinnerung geblieben.
Ortsbrandmeister Daniel Hitzig hob hervor, dass diese drei Ehrungen deutlich machten, dass Feuerwehrgeschichte nicht allein aus Einsätzen, Lehrgängen und Dienstjahren besteht. Sie lebt vor allem von den Menschen, die Verantwortung übernehmen, Wissen weitergeben und über viele Jahre Kameradschaft und Gemeinschaft pflegen.
Mit großem Dank und Anerkennung wurden die drei Kameraden für insgesamt 160 Jahre Feuerwehrdienst geehrt. Neben den Ortsbrandmeistern und Gemeindebrandmeister Reiner Dralle gratulierte auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Willi Lucan und wünschte den Jubilaren weiterhin Gesundheit, Glück und viele schöne Stunden im Kreise der Feuerwehr.
Quelle: Presseportal








