Internationales Netzwerk von Drogenhändlern aufgedeckt, mit Cannabis-Plantagen und Kokain-Import im Wert von Millionen Euro.
Hamburg: Schlag gegen Rauschgifthändler

Lüneburg (ost)
Gemeinsame Mitteilung von der Staatsanwaltschaft Stade und der Zentralen Kriminalinspektion Lüneburg
Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Stade wurde seit Oktober 2024 bei der ZKI Lüneburg ein Ermittlungsverfahren wegen des unerlaubten Imports und Handels mit Betäubungsmitteln in großen Mengen geführt.
Heute wurden acht Durchsuchungsbeschlüsse und ein Haftbefehl vollstreckt.
Durch intensive Ermittlungen konnten mehrere Verdächtige identifiziert und wichtige Teile eines komplexen, international agierenden Netzwerks von Betäubungsmittel-Lieferanten, Vermittlern und Abnehmern aufgedeckt werden. Im Laufe der Ermittlungen konnte der Versuch des Imports von etwa vier Tonnen Kokain von Südamerika nach Europa sowie der Aufbau und die Organisation von zwei professionell betriebenen Cannabis-Indoorplantagen nachverfolgt werden. In den Plantagen in Hamburg und im Landkreis Lüneburg wurden mehr als 500 kg Cannabis im Wert von mindestens zwei Millionen Euro produziert.
Die durchsuchten Objekte heute waren die Wohnadressen der Verdächtigen sowie vier Geschäftsobjekte in Hamburg und Lüneburg. Bei den heutigen Durchsuchungen und der Vollstreckung des Vermögensarrests von 2,1 Millionen Euro wurden verschiedene Beweismittel und Vermögenswerte sichergestellt.
Der Hauptverdächtige wurde festgenommen und dem Haftrichter beim Amtsgericht Stade vorgeführt. Der Haftbefehl wurde am Nachmittag verkündet und der Verdächtige wurde anschließend inhaftiert.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind relativ stabil geblieben. Im Jahr 2022 wurden 35.970 Fälle erfasst, wovon 33.839 gelöst wurden. Es gab insgesamt 30.300 Verdächtige, darunter 26.376 Männer und 3.924 Frauen. 7.947 der Verdächtigen waren nicht deutsch. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 29.653, wovon 25.755 Männer und 3.898 Frauen waren. 8.584 der Verdächtigen waren nicht deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt








