Ein Lkw-Fahrer erlitt schwere Verletzungen nach Kollision mit zwei anderen Sattelzügen. Die Autobahn Richtung Hamburg war stundenlang gesperrt.
Hamburg: Schwerer Verkehrsunfall auf Autobahn 1 in Stuhr

Delmenhorst (ost)
Ein anderer Verkehrsunfall ereignete sich auf der Autobahn 1 in Stuhr, bei dem ein Lastwagenfahrer am Montag, den 01. Dezember 2025, gegen 12:30 Uhr, schwere Verletzungen erlitt.
Ein 35-jähriger Mann aus Frankreich fuhr mit einem Sattelzug auf dem rechten Fahrstreifen der Autobahn 1 in Richtung Hamburg. Kurz hinter dem Dreieck Stuhr bemerkte er zu spät den stehenden Sattelzug eines 47-jährigen Polen aufgrund von Stau. Obwohl er nach links auswich, kollidierte die Sattelzugmaschine fast ungebremst mit dem Sattelanhänger. Der gesamte Zug des Polen wurde dadurch nach vorne geschoben und prallte gegen den ebenfalls stehenden Sattelzug eines 45-jährigen Mannes aus Diepholz. Nach diesem Vorfall fuhr ein 43-jähriger Mann aus Oldenburg mit einem Skoda in den bereits abgesperrten Bereich und beschädigte dabei einen seiner Reifen.
Der 35-jährige Unfallverursacher erlitt schwere Verletzungen, war aber nach dem Zusammenstoß ansprechbar. Er wurde medizinisch versorgt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Während der Pole unverletzt blieb, klagte der Diepholzer über leichte Schmerzen. Eine Behandlung im Krankenhaus war nicht erforderlich. Insgesamt entstand ein Schaden in Höhe von ungefähr 150.000 Euro. Die Sattelzüge des Unfallverursachers und des Polen mussten abgeschleppt werden.
Selbst nach diesem Vorfall musste die Richtungsfahrbahn Hamburg vorerst vollständig gesperrt werden. Seit 14:00 Uhr kann die Unfallstelle über den linken Fahrstreifen passiert werden. Auch hier wird nach der Bergung der Sattelzüge eine Reinigung der Fahrbahn notwendig sein. Die Sperrungen werden daher bis in den Abend Bestand haben.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.665 Fällen registriert, was 0,79% aller Unfälle entspricht. Der Großteil der Unfälle, nämlich 173.330 Fälle (81,86%), waren Übrige Sachschadensunfälle. In Bezug auf die Ortslage ereigneten sich 24.125 Unfälle innerorts (11,39%), 13.995 Unfälle außerorts (6,61%) und 3.672 Unfälle auf Autobahnen (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte auf den Straßen Niedersachsens.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








