Eine männliche Wasserleiche wurde auf der Sandbank Süderoogsand gefunden. Der Hamburger Unternehmer Frank P. wurde seit Ende April 2024 vermisst.
Hamburg: Todesermittlung auf Süderoogsand

Stade (ost)
Am Dienstag, den 09.07.2024, wurde eine männliche Leiche im Wasser auf der Sandbank Süderoogsand im schleswig-holsteinischen Wattenmeer entdeckt.
Die Identität des Verstorbenen wurde während der forensischen Untersuchung festgestellt. Es handelt sich um den vermissten Hamburger Geschäftsmann Frank P., der seit Ende April 2024 verschwunden war. Nach den vorliegenden Informationen war er am 29.04.2024 alleine mit einem seetüchtigen Festrumpfschlauchboot in Richtung Nordsee unterwegs. Das Boot wurde später führerlos im Bereich der Außenelbe-Reede vor Cuxhaven gefunden.
Die Mordkommission (K1) der Bezirkskriminalinspektion Flensburg führt zusammen mit der Staatsanwaltschaft Flensburg seitdem Ermittlungen in diesem Fall aufgrund der Fundumstände und der örtlichen Zuständigkeit für den Fundort der Leiche durch.
Ein vorsätzliches Tötungsdelikt kann zum aktuellen Stand der Ermittlungen nicht ausgeschlossen werden. Es gibt bisher keine konkreten Hinweise auf einen oder mehrere Verdächtige. Um weitere Informationen zu sammeln, bittet die Polizei die Öffentlichkeit um Unterstützung. Der Fall wird in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ am 08.04.2026 um 20:15 Uhr ausführlich behandelt.
In diesem Zusammenhang bitten die Ermittlungsbehörden mögliche Zeugen, die Informationen über die Umstände der Bootsfahrt haben, die um 08:30 Uhr am Anleger im Gewerbepark Grünendeich im Landkreis Stade begann, Beobachtungen im Bereich der Außenelbe-Reede gemacht haben, verdächtige Wahrnehmungen oder Hintergründe haben, sich zu melden. Selbst scheinbar unwichtige Hinweise können für die Ermittlungen von Bedeutung sein.
Hinweise werden während und nach der Sendung unter der Telefonnummer 0461-484 5555, direkt im ZDF-Studio oder an jeder Polizeidienststelle entgegengenommen. Außerdem wurde eine Hotline für anonyme Hinweise eingerichtet. Diese ist unter der Rufnummer 0160 20 68 666 erreichbar.
Es besteht auch die Möglichkeit, über das Hinweisportal der Landespolizei (https://sh.hinweisportal.de/) Fotos, Videos und allgemeine Hinweise an die ermittelnde Dienststelle zu übermitteln. Wer hat am Montag, den 29.04.2024, Foto- oder Videoaufnahmen von der Anlegestelle Grünendeich und der Außenelbe-Reede gemacht?
Die Staatsanwaltschaft Flensburg hat eine Belohnung in Höhe von 7.000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung des Täters führen.
Die Pressestelle der Polizeidirektion Flensburg ist bis 22:00 Uhr abends für Rückfragen von Medienvertretern erreichbar.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, wovon 258 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 380 Verdächtige, darunter 329 Männer, 51 Frauen und 152 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Zahl der registrierten Fälle auf 236, von denen 225 gelöst wurden. Es gab insgesamt 315 Verdächtige, darunter 269 Männer, 46 Frauen und 127 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








