Die Polizei in Hameln, Bad Münder und Bad Pyrmont stellte erhebliche Verkehrsverstöße fest. Fahrer standen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, hatten keine Fahrerlaubnis oder führten nicht versicherte Fahrzeuge.
Hameln: Verkehrskontrollen am Wochenende

Hameln / Bad Münder / Bad Pyrmont (ost)
Von Freitag (07.08.2026) bis Sonntag (09.08.2026) stellte die Polizei in Hameln, Bad Münder und Bad Pyrmont bei mehreren Personen teils erhebliche Verkehrsverstöße fest. Einige Fahrzeugführende standen unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Andere durften keine Kraftfahrzeuge führen oder waren mit nicht versicherten beziehungsweise nicht zugelassenen Fahrzeugen unterwegs.
Am Freitag, gegen 15:55 Uhr, kontrollierte die Polizei im Rohmel-Center in Bad Münder eine 28-jährige Autofahrerin. Ein Drogentest reagierte positiv. Der Frau wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt.
Gegen 16:45 Uhr stürzte ein 33-jähriger Radfahrer auf dem Radweg der Münsterbrücke in Hameln und verletzte sich schwer. Ein Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 2,16 Promille. Nach der ersten Behandlung in einem Krankenhaus wurde dem Mann eine Blutprobe entnommen.
Um 18:18 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte am Bahnhofplatz in Hameln einen 37-jährigen E-Scooter-Fahrer. Der Atemalkoholtest ergab 1,39 Promille. Auch ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Da die Eigentumsverhältnisse ungeklärt waren und der E-Scooter mit einem nicht zugehörigen Versicherungskennzeichen versehen war, wurde das Fahrzeug sichergestellt.
Am Samstag, gegen 03:40 Uhr, kontrollierte die Polizei in der Bahnhofstraße in Bad Münder einen 60-jährigen Autofahrer. Der Mann durfte aufgrund eines bestehenden Fahrverbots kein Kraftfahrzeug führen. Zudem bestand für den Pkw keine gültige Haftpflichtversicherung. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Die Einsatzkräfte stellten die Kennzeichen und den Fahrzeugschlüssel sicher.
Gegen 12:50 Uhr reagierte bei der Kontrolle eines 42-jährigen Autofahrers im Bereich Hammelstein in Hameln ein Drogentest positiv auf Kokain und Amphetamine. Zudem ergaben sich Zweifel daran, dass der Mann über eine gültige Fahrerlaubnis verfügt. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt.
Um 21:06 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte in der Kaiserstraße in Hameln einen 65-jährigen Autofahrer. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert über 2 Promille. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen. Seinen Führerschein stellten die Einsatzkräfte sicher.
Gegen 22:40 Uhr überprüfte die Polizei in der Hagener Straße in Bad Pyrmont einen nicht zugelassenen Pkw. Der 34-jährige Fahrzeugführer aus Langenhagen besaß keine Fahrerlaubnis. Zudem ergaben sich Hinweise auf eine Beeinflussung durch Drogen und Medikamente. Eine Blutentnahme wurde angeordnet. Darüber hinaus besteht der Verdacht des unerlaubten Handels mit Betäubungs- und Arzneimitteln. Die Kennzeichen und der Fahrzeugschlüssel wurden neben verschreibungspflichtigen Medikamenten und einer vierstelligen Summe Bargeld sichergestellt.
Am Sonntag (09.08.2026), gegen 18:50 Uhr, beobachtete ein Zeuge in der Straße Am Stockhof in Hameln, wie ein augenscheinlich stark alkoholisierter Mann in einen Pkw stieg und davonfuhr. Bei der anschließenden Kontrolle ergab ein Atemalkoholtest bei dem 66-Jährigen einen Wert von 1,67 Promille. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein beschlagnahmt.
Gegen 21:17 Uhr kontrollierte die Polizei in der Münderschen Straße in Eimbeckhausen einen 40-jährigen Autofahrer. Dem Mann war die Fahrerlaubnis bereits im Dezember 2021 entzogen worden. Die Weiterfahrt wurde untersagt und sein mitgeführter Führerschein zur weiteren Überprüfung sichergestellt.
„Jede Fahrt unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ist eine vermeidbare Gefahr – für die Fahrerinnen und Fahrer selbst ebenso wie für Unbeteiligte. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Fahrt mit dem Auto, dem Fahrrad oder dem E-Scooter erfolgt. Die veröffentlichten Fälle bilden nur eine Auswahl der an diesem Wochenende eingeleiteten Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren. Sie unterstreichen die Bedeutung engmaschiger Kontrollen im Straßenverkehr. Diese Kontrollen sind kein Selbstzweck: Sie dienen dazu, gefährliche Fahrten frühzeitig zu beenden und schwere Unfälle zu verhindern“, erklärt POK Justus Weigel aus der Pressestelle der PI Hameln-Pyrmont/Holzminden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 35.970 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 33.839 Fälle gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 30.300, wovon 26.376 männlich und 3.924 weiblich waren. Nicht-deutsche Verdächtige machten 7.947 aus. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich auf 29.653, wovon 25.755 männlich und 3.898 weiblich waren. Nicht-deutsche Verdächtige stiegen auf 8.584 an. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.665 Fällen registriert, was 0,79% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 173.330 Fälle, was 81,86% aller Unfälle entspricht. Innerorts gab es 24.125 Unfälle (11,39%), außerorts (ohne Autobahnen) 13.995 Unfälle (6,61%) und auf Autobahnen 3.672 Unfälle (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 211.737 |
| Unfälle mit Personenschaden | 32.471 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 4.271 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 1.665 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 173.330 |
| Ortslage – innerorts | 24.125 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 13.995 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 3.672 |
| Getötete | 423 |
| Schwerverletzte | 5.122 |
| Leichtverletzte | 36.247 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








