Das LKA Niedersachsen hat Objekte in Hannover durchsucht. Verdächtige werden beschuldigt, Fördermittel zweckfremd verwendet zu haben.
Hannover: Durchsuchungsmaßnahmen bei Subventionsbetrug und Untreue

Hannover (ost)
Gemeinsame Bekanntgabe von Europäischer Staatsanwaltschaft, Staatsanwaltschaft Hannover und Landeskriminalamt Niedersachsen
Das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen führte heute (01.07.2026) im Rahmen einer Ermittlung, unter anderem wegen des Verdachts der Untreue und des Subventionsbetrugs, Durchsuchungen in vier Gebäuden im Stadtgebiet Hannover durch. Die Untersuchungen werden von der Europäischen Staatsanwaltschaft (EUStA) und der Staatsanwaltschaft (StA) Hannover koordiniert und richten sich gegen Verantwortliche eines Vereins in Hannover. Insgesamt sind vier Personen betroffen. Die Polizeibeamten stellten Mobiltelefone, einen Laptop, Datenträger und schriftliche Unterlagen, unter anderem zu Immobilien, sicher. Darüber hinaus wurden im Rahmen begleitender Finanzermittlungen der EUStA Vermögensarreste in Höhe von knapp 740.000 Euro gegen die Beschuldigten durch das Amtsgericht Hamburg verhängt und sofort vollstreckt.
Der eingetragene gemeinnützige Verein mit Hauptsitz in Hannover erhielt in den letzten Jahren erhebliche öffentliche Fördermittel aus europäischen und staatlichen Programmen. Es besteht der Verdacht, dass diese Gelder seit 2019 nicht ordnungsgemäß verwendet wurden und zumindest teilweise zweckentfremdet sein könnten.
Öffentliche Fördermittel unterliegen strengen Verwendungsbestimmungen und Nachweispflichten. Wenn sie zweckwidrig eingesetzt werden, entsteht nicht nur ein finanzieller Schaden für die öffentliche Hand. Auch die eigentlichen Zielgruppen solcher Fördermaßnahmen – in diesem Fall Maßnahmen im Bereich Integration und gesellschaftliche Teilhabe – werden geschädigt.
Im Rahmen der verschiedenen Ermittlungsverfahren arbeiten die Europäische Staatsanwaltschaft, die Staatsanwaltschaft Hannover, das LKA Niedersachsen und weitere Behörden eng zusammen. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal








