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Hannover: Falsche Polizeibeamte nutzen Kochtopf-Masche

Kriminelle geben sich als Polizeibeamte aus, um ältere Menschen in Hannover um ihre Ersparnisse zu bringen. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche.

Foto: Depositphotos

Hannover (ost)

Momentan versuchen Kriminelle in Hannover, insbesondere ältere Menschen, auf ungewöhnliche Weise um ihre Ersparnisse und Wertgegenstände zu bringen. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und fordern die Opfer auf, Bargeld und Schmuck in einem Topf vor der Haustür abzulegen. Die Polizei Hannover warnt vor dieser Masche und gibt Tipps zum Schutz der Bürger.

Nach aktuellen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover kommt es vermehrt zu betrügerischen Anrufen durch falsche Polizeibeamte. Die Täter behaupten beispielsweise, dass in der Nachbarschaft ein Überfall stattgefunden hat oder eine Einbrecherbande es auf die Angerufenen abgesehen hat. Um angeblich vor Diebstahl zu schützen, sollen die Wertgegenstände an die vermeintlichen Polizeibeamten übergeben werden.

Seit Anfang September 2026 beobachten die Ermittler eine besonders ungewöhnliche Variante dieses Betrugs: Die Täter behaupten, dass Einbrecher mit speziellen Scannern Bargeld und Gold in Wohnungen aufspüren können. Ein Topf soll diese Signale abschirmen. Deshalb sollen die Angerufenen ihre Wertgegenstände in einen Topf legen und vor der Haustür zur Abholung durch die vermeintliche Polizei bereitstellen.

Ein Fall aus Hannover-Anderten zeigt, dass die Täter mit dieser Masche Erfolg haben. Am Samstag, 19.09.2026, erhielt eine 88 Jahre alte Seniorin einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten. Dieser behauptete, dass bei einer Fahrzeugkontrolle eine Liste mit ihrer Adresse gefunden wurde. Deshalb müsse sie mit einem bevorstehenden Einbruch rechnen. Um ihre Wertgegenstände zu schützen, sollte sie Schmuck und Bargeld in einen Topf legen und diesen am Abend vor der Haustür abstellen. Die vermeintliche Polizei würde die Gegenstände abholen und sicher aufbewahren.

Die Seniorin folgte den Anweisungen und stellte den Topf mit einer Uhr und Bargeld vor die Haustür. Am Montag, 21.09.2026, bemerkte sie, dass auch ihre Bankkarte fehlte. Unberechtigt wurden insgesamt 4.000 Euro von ihrem Konto abgehoben. Die Polizei begann mit den Ermittlungen.

Auch in Hannover-Ahlem gelang es Betrügern, einen Senior um seine Wertgegenstände zu bringen. Am Donnerstag, 08.10.2026, erhielt der 85-Jährige einen Anruf von einem vermeintlichen Polizeibeamten. Dieser berichtete von einem Überfall in der Nähe des Wohnorts des Mannes. In weiteren Anrufen behaupteten die Täter, dass Bankmitarbeiter verdächtig seien. Der Senior wurde aufgefordert, seine Wertgegenstände aus einem Bankschließfach zu holen und vorübergehend zu Hause aufzubewahren.

Am Freitag, 09.10.2026, erschien ein Mann an der Tür des Seniors und gab sich als Polizeibeamter aus. Unter dem Vorwand, die Wertgegenstände überprüfen zu müssen, gelangte er in die Wohnung. Als der Senior kurz den Raum verließ, stahl der Unbekannte die Wertgegenstände und flüchtete.

Die Polizei Hannover warnt eindringlich davor, solchen Aufforderungen nachzukommen.

Die Polizei gibt folgende Präventionshinweise:

Wichtig: Die Polizei wird niemals Bürger auffordern, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände in einem Topf vor der Haustür abzulegen oder an Unbekannte zu übergeben.

Wer einen solchen Anruf erhält oder Opfer einer solchen Tat geworden ist, sollte die Polizei informieren.

Weitere Informationen und Präventionstipps bietet die Polizeiliche Kriminalprävention unter:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/

Die Ermittlungen zu den genannten Fällen dauern an. /dok, pol

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Niedersachsen für 2022/2023

Die Einbruchsraten in Niedersachsen stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 6510 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 7646 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank jedoch von 1570 im Jahr 2022 auf 1517 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ging ebenfalls von 1299 im Jahr 2022 auf 1244 im Jahr 2023 zurück. Davon waren 1115 männliche Verdächtige und 184 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, sowie 1068 männliche und 176 weibliche Verdächtige im Jahr 2023. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen verringerte sich von 509 im Jahr 2022 auf 434 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Einbruchsfälle in Deutschland registriert – 27061.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 6.510 7.646
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.570 1.517
Anzahl der Verdächtigen 1.299 1.244
Anzahl der männlichen Verdächtigen 1.115 1.068
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 184 176
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 509 434

Quelle: Bundeskriminalamt

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