Die Polizei Hannover setzte die Ermittlungen gegen vier Tatverdächtige fort, darunter zwei Männer im Alter von 29 und 30 Jahren. Es wurden Durchsuchungen durchgeführt und technische Geräte sowie Drogen und ein Elektroschocker beschlagnahmt.
Hannover: Gewerbsmäßiger Drogenhandel – Erfolgreiche Ermittlungen

Hannover (ost)
Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen des unerlaubten gewerbsmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen führte die Polizei Hannover am Donnerstag, 04.06.2026, erneut Durchsuchungen durch. Bereits im Dezember 2025 führten Durchsuchungen zur Inhaftierung eines 29-jährigen Tatverdächtigen. Nun wurde der Verdacht gegen vier Tatverdächtige, darunter erneut der 29-Jährige, bezüglich Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz bestätigt.
Seit Oktober 2025 haben Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes Hannover intensive Untersuchungen gegen zwei Männer im Alter von 29 und 30 Jahren durchgeführt. Dabei ergaben sich konkrete Hinweise auf eine geplante Übergabe von Betäubungsmitteln. Diese Informationen führten zur Festnahme von zwei Tatverdächtigen und zur Vollstreckung mehrerer zuvor erlassener Durchsuchungsbeschlüsse (die frühere Pressemitteilung ist unter folgendem Link verfügbar: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/66841/6181622). Der 29-Jährige wurde in Untersuchungshaft genommen.
Im Zuge der fortgesetzten Ermittlungen erlangte die Polizei nun neue Erkenntnisse, die zur Identifizierung weiterer Beteiligter an der Tat führten. Es gab auch Hinweise darauf, dass einer der Verdächtigen im Besitz von Schusswaffen war. Insgesamt standen nun vier Personen unter Verdacht, weshalb das Amtsgericht Hannover erneut Durchsuchungsbeschlüsse erließ. Diese wurden am Donnerstagmorgen in vier Wohnungen in Hannover, einer in Ronnenberg und in der Justizvollzugsanstalt Hannover im Zellenbereich des damals festgenommenen 29-Jährigen vollstreckt.
Bei den Durchsuchungen wurden technische Geräte wie Laptops und Mobiltelefone sowie eine kleine Menge Kokain und ein Elektroschocker gefunden und beschlagnahmt.
Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Hannover und der Polizeidirektion Hannover. /ram, pol
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden 35.970 Fälle von Drogenkriminalität registriert, wovon 33.839 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 30.300, wobei 26.376 männliche und 3.924 weibliche Verdächtige waren. 7.947 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle leicht auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch auf 29.653 zurück, wobei 25.755 männliche und 3.898 weibliche Verdächtige waren. 8.584 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt








