Bei einer großangelegten Kontrolle am Autobahn 2 wurden über 200 Fahrzeuge untersucht. Jedes fünfte Fahrzeug durfte aufgrund von Mängeln oder Verstößen nicht weiterfahren.
Hannover: Polizei stoppt zahlreiche Fahrzeuge bei Großkontrolle

Hannover (ost)
Im Rahmen einer umfangreichen Schwerpunktkontrolle des Schwerlastverkehrs an der Autobahn 2 bei Lehrte hat die Polizei Hannover am Donnerstag, 25.06.2026, zahlreiche Verstöße festgestellt. Über mehrere Stunden hinweg überprüften Einsatzkräfte der Spezialisierten Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Besondere Dienste mehr als 200 Fahrzeuge auf der Tank- und Rastanlage “Lehrter See” in Fahrtrichtung Dortmund genauer. In etwa jedem fünften Fall wurde die Weiterfahrt aufgrund von Mängeln und Verstößen untersagt.
Vom Donnerstagmorgen bis in die Nachmittagsstunden des Donnerstags arbeitete die Polizei zusammen mit anderen Behörden wie dem Zoll, dem Gewerbeaufsichtsamt, dem Bundesamt für Logistik und Mobilität sowie der Region Hannover. Am Ende wurden mehr als 200 Fahrzeuge des Güterverkehrs überprüft, darunter 180 Lastwagen. Aufgrund verschiedener Verstöße und/oder Mängel durften 46 Fahrzeuge vorerst nicht weiterfahren.
Zusätzlich wurden in 22 Fällen Sicherheitsleistungen erhoben. An der Spitze stand ein Fahrer, bei dem die Beamtinnen und Beamten bei der Kontrolle massive Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten feststellten. Während einer Überprüfung von rund zwei Monaten wurden dem 46-jährigen Fahrer systematische Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten nachgewiesen, was schwerwiegende Konsequenzen hatte: Insgesamt musste der Fahrer und das Unternehmen eine Sicherheitsleistung in Höhe von insgesamt 12.000 Euro zahlen.
Die meisten festgestellten Verstöße betrafen genau diese Lenk- und Ruhezeiten. Insgesamt 48 Mal hatten die Einsatzkräfte bei den Kontrollen in dieser Hinsicht etwas auszusetzen. Mit 30 Feststellungen wurde auch die Ladungssicherung oft kritisiert, in 23 Fällen stellten technische Mängel, wie abgenutzte Reifen, mangelhafte Bremsen oder Schäden an den Karosserien, ein Risiko dar.
25 Verstöße bezogen sich auf zu geringe Abstände, die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer sowie auf eine zu hohe Geschwindigkeit. Acht manipulierte Abgasanlagen wurden festgestellt, außerdem sieben Verstöße im Zusammenhang mit dem Transport von Gefahrgut.
Die Großkontrolle war Teil eines mehrtägigen internationalen Erfahrungsaustauschs der spezialisierten Polizeikräfte, an dem unter anderem Polizeien aus Dänemark, Österreich, Polen und den baltischen Staaten teilnahmen. Aus Deutschland waren Kräfte aus fast allen Bundesländern beteiligt. /ram, ms
Quelle: Presseportal








