Eine 44-Jährige wurde auf dem Südschnellweg von einem Eisblock getroffen, ihr Auto erheblich beschädigt. Die Polizei ermittelt wegen versuchtem Mord.
Hannover: Polizei sucht Zeugen nach Eisblockwurf auf Auto

Hannover (ost)
Am Freitag, dem 06.02.2026, hat eine bisher unbekannte Person anscheinend einen Eisblock von einer Brücke auf ein fahrendes Auto auf dem Südschnellweg geworfen. Eine 44-jährige Frau blieb unverletzt, aber ihr Auto wurde schwer beschädigt. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf versuchten Mord und bittet um Zeugenhinweise.
Nach den bisherigen Informationen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover fuhr eine 44-jährige Hannoveranerin gegen 18:35 Uhr mit ihrem Auto auf dem Südschnellweg (Bundesstraße 65) in östlicher Richtung. Als sie sich in der Nähe der Überführung „Zur Mühle“, kurz vor der Schleuse Anderten, befand, warf eine bisher unbekannte Person von der Brücke anscheinend einen Eisblock auf das Fahrzeug.
Die Windschutzscheibe wurde so stark beschädigt, dass das Auto nicht mehr fahrbereit war. Die 44-Jährige blieb körperlich unverletzt.
Nach einer genauen Untersuchung des Sachverhalts und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hannover wird nun wegen des Verdachts auf versuchten Mord ermittelt.
Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer oder andere Zeugen, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in der Nähe der Überführung „Zur Mühle“ aufgehalten haben oder sonstige hilfreiche Hinweise zum Tathergang geben können, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden. Es ist auch wichtig zu wissen, ob sich vor und nach dem Vorfall Personen auf der Brücke befanden. Jeder Hinweis kann hilfreich sein. /ms, pol
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, wovon 258 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 380 Verdächtige, davon waren 329 männlich und 51 weiblich. 152 Verdächtige waren nicht deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Zahl der Mordfälle auf 236, wovon 225 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich auf 315, davon waren 269 männlich und 46 weiblich. 127 Verdächtige waren nicht deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








