Die Polizei begleitete friedliche Gedenkveranstaltungen und politische Versammlungen in Hannover, mit nur vereinzelten Störungen und Interventionen. Es wurden Identitätsfeststellungen, Gefährderansprachen und Platzverweise durchgeführt.
Hannover: Polizeieinsatz bei Versammlungen und Gedenkveranstaltungen

Hannover (ost)
Am Mittwoch, 07.10.2026, hat sich der Überfall der Hamas auf israelisches Territorium zum dritten Mal gejährt. In diesem Kontext begleitete die Polizeidirektion Hannover im Tagesverlauf insgesamt zwei Gedenkveranstaltungen sowie fünf angezeigte Versammlungen im Innenstadtbereich, die weitgehend friedlich und geordnet verliefen.
Bereits am frühen Morgen startete um 06:00 Uhr die erste stationäre Gedenkveranstaltung unter dem Motto “Trust me, we will dance again” am Holocaust-Mahnmal auf dem Opernplatz. In der Spitze beteiligten sich 120 Personen an der Veranstaltung; sie verhielten sich durchgehend friedlich und kooperativ. Auch eine zweite Gedenkveranstaltung am Theodor-Lessing-Platz verlief im Zeitraum von 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr ohne Vorkommnisse.
Im Bereich der politischen Versammlungen verzeichnete die Polizei am Nachmittag und Abend unterschiedliche Zuläufe und vereinzelte Störungen. An der Karmarschstraße/Blätterbrunnen fanden sich zwischen 15:00 Uhr und 17:00 Uhr sieben Personen zu einer Kundgebung unter dem Thema “Stopp Tod und Vertreibung in Gaza und West-Jordanland” ein. Die Versammlung verlief ohne Störungen. Ebenfalls störungsfrei verliefen eine stationäre Versammlung am Opernplatz mit 15 Teilnehmenden zum Thema “Stiller Aufruf für Frieden und offenen Diskurs” sowie eine Gegenkundgebung zum Schutz jüdischen Lebens am östlichen Bahnhofsvorplatz (Ernst-August-Platz). An einer Gedenkkundgebung zum Thema “Antifaschistische Gedenkkundgebung zum 7. Oktober” am Platz der Göttinger Sieben nahmen in der Spitze rund 150 Personen teil; auch hier blieb die Lage ruhig.
Zu polizeilichen Interventionen kam es im Rahmen eines Aufzugs unter dem Motto “Frieden in Nahost”, der sich ab 16:45 Uhr durch die hannoversche Innenstadt bewegte. Im Vorfeld zeigte ein angehender Teilnehmer eine möglicherweise strafrechtlich relevante Handgeste. Einsatzkräfte unterzogen die Person einer Identitätsfeststellung, führten eine Gefährderansprache durch und leiteten einen Prüfvorgang ein. Gegen 18:30 Uhr erkannten Polizeikräfte während der Zwischenkundgebung am Steintorplatz zudem einen Jugendlichen wieder, der im weiteren Verlauf der Versammlung mit seinen Händen eine andere Geste zeigte, die juristisch als Verherrlichung der Hamas gewertet wird. Die Einsatzkräfte veranlassten in Rücksprache mit der Versammlungsleitung einen Einzelteilnehmerausschuss, stellten seine Identität fest und erteilten zudem einen Platzverweis.
Im Zusammenhang mit dem gesamten Versammlungsgeschehen wurden durch die Einsatzkräfte 13 Identitätsfeststellungen und zwei Gefährderansprachen durchgeführt sowie ein Platzverweis ausgesprochen. Der größte Teil der Versammlung verlief geordnet. /nash, ms
Quelle: Presseportal








