Polizei durchsucht Wohnungen in Lüneburg, Beweismittel beschlagnahmt
Heidekreis: Ermittlungsmaßnahmen gegen Betäubungsmittelkriminalität

Lüneburg (ost)
Lüneburg
Früh am Morgen des 28.05.2026 führte die Polizei vier Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Lüneburg im Stadtgebiet durch. Diese waren zuvor von der Staatsanwaltschaft Lüneburg beantragt worden. Der Hintergrund sind umfangreiche Ermittlungen des Zentralen Kriminaldienstes der Lüneburger Polizei im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität. Aufgrund von detaillierten Auswertungen früherer Ermittlungsverfahren und Hinweisen gerieten vier Wohnungen in Lüneburg ins Visier der Ermittler. Es bestand der Verdacht, dass dort Betäubungsmittel gelagert und in großen Mengen an einzelne „Dealer“ weitergegeben wurden. Diese sollen die Betäubungsmittel vor allem im Lüneburger Innenstadtbereich verkauft haben. In den frühen Morgenstunden begaben sich Einsatzkräfte aus Lüneburg, Celle und dem Heidekreis zu den genannten Objekten und sicherten den Zugang für die Kräfte des Zentralen Kriminaldienstes. Zwei eingesetzte Rauschgiftspürhunde unterstützten die Maßnahmen vor Ort. Die Polizei stellte in den Objekten verschiedene Verpackungsmaterialien, Handelsutensilien sowie etwa ein Dutzend Handys sicher. In einer der Wohnungen wurde bei einem 31-jährigen polizeibekannten Mann Kokain sowie eine Bargeldsumme von 1600 Euro entdeckt. Eine Durchsuchung seiner Wohnung wurde nach den ersten Maßnahmen durchgeführt.
Alle angetroffenen Personen wurden nach den strafprozessualen Maßnahmen freigelassen. Die Auswertung der Datenträger und Spuren sowie die fortlaufenden Ermittlungen dauern an. Insgesamt waren mehrere Dutzend Polizeikräfte an den Maßnahmen beteiligt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Niedersachsen für 2022/2023
Die Drogenraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 zeigen eine leichte Steigerung. Im Jahr 2022 wurden 35.970 Fälle erfasst, wovon 33.839 gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 30.300, wovon 26.376 männlich und 3.924 weiblich waren. 7.947 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle auf 36.058, wobei 33.800 Fälle gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 29.653, wovon 25.755 männlich und 3.898 weiblich waren. 8.584 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 35.970 | 36.058 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 33.839 | 33.800 |
| Anzahl der Verdächtigen | 30.300 | 29.653 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 26.376 | 25.755 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 3.924 | 3.898 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 7.947 | 8.584 |
Quelle: Bundeskriminalamt








