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Herkensen: Verfolgungsfahrt mit Verkehrsgefährdungen

Am Freitag kam es zu einer Verfolgungsfahrt mit erheblichen Verkehrsverstößen sowie Widerstand bei der Festnahme eines 19-jährigen Fahrers.

Foto: Depositphotos

Bad Münder (ost)

Am Freitag (01.05.2026) ereignete sich gegen 16:28 Uhr in der Gegend von Bad Münder eine Verfolgungsjagd mit schweren Verkehrsverstößen sowie anschließendem Widerstand bei der Festnahme.

Ein Streifenwagen entdeckte in der Brullser Straße einen VW up, dessen 19-jähriger Fahrer nicht angeschnallt war. Zunächst hielt der Fahrer an einer Bushaltestelle an, entzog sich dann aber der Kontrolle durch plötzliches Beschleunigen und flüchtete.

Die Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung auf. Diese führte über die B442 in Richtung Coppenbrügge, dann über die B1 in Richtung Hameln und schließlich über die L588 und L423 in Richtung Hohnsen. Dabei erreichte der Fahrer Geschwindigkeiten von über 150 km/h bei erlaubten 70 km/h und überholte mehrere Fahrzeuge.

Auf der B442 zwischen Bäntorf und Coppenbrügge wurde eine Radfahrerin konkret gefährdet, da sie aufgrund des Verhaltens des Flüchtenden in den Grünstreifen ausweichen musste.

Die Polizei bittet insbesondere die betroffene Radfahrerin sowie mögliche weitere Geschädigte oder Zeugen, sich bei der Polizei Bad Münder unter der Telefonnummer 05042 / 5064-0 zu melden.

Beim Abbiegen an der Abfahrt Herkensen (L423) verlor der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug, kam von der Straße ab und landete in einem Graben. Danach setzte er seine Flucht zu Fuß über ein angrenzendes Feld fort.

Nach einer kurzen Fußverfolgung konnte der Verdächtige gestellt werden. Dabei leistete der 19-Jährige erheblichen Widerstand, indem er auf die Einsatzkräfte einschlug und trat. Erst durch den Einsatz von Reizstoffspray mit zusätzlichen Kräften konnte der Verdächtige überwältigt werden.

Zwei Einsatzkräfte wurden bei den Widerstandshandlungen leicht verletzt, blieben aber arbeitsfähig.

In unmittelbarer Nähe des Verdächtigen wurde ein Einhandmesser gefunden. Ob dieses bei den Widerstandshandlungen eingesetzt werden sollte, wird untersucht.

Es ergaben sich auch Hinweise auf möglichen Drogenkonsum, weshalb eine Blutentnahme angeordnet und durchgeführt wurde.

Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Hannover wurde das Fahrzeug beschlagnahmt und durchsucht. Dabei wurden im Handschuhfach mehrere Verpackungen mit einer weißen Substanz gefunden. Die Ermittlungen dazu dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,02% der Gesamtzahl aus, was 4.271 Unfällen entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren mit 1.665 Fällen oder 0,79% vertreten. Die meisten Unfälle, nämlich 81,86%, endeten mit nur Sachschäden. Von den Unfällen ereigneten sich 24.125 innerorts (11,39%), 13.995 außerorts (6,61%) und 3.672 auf Autobahnen (1,73%). Insgesamt gab es 423 Getötete, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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