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Hildesheim: Gefahr durch Eisplatten auf der Autobahn

Die Autobahnpolizei Hildesheim warnt vor Unfällen durch herabstürzende Eisplatten von LKW-Dächern. Ein PKW wurde bereits schwer beschädigt.

Große Eisplatte
Foto: Presseportal.de

Hildesheim (ost)

Bei Holle / BAB 7 hat die Autobahnpolizei Hildesheim in den letzten Wochen und insbesondere in den letzten Tagen erneut eine Zunahme von Unfällen aufgrund herabfallender Eisplatten, die sich von den Dächern einiger Lastwagen lösen, festgestellt. Wenn die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen, schmilzt der Schnee auf den Anhängern und friert dann durch den kalten Fahrtwind oder generell sinkende Temperaturen an. Dadurch bildet sich Eis, das durch schwankende Temperaturen oder Vibrationen gelöst wird und während der Fahrt vom Lastwagen herabfällt. Je nach Größe der Eisbrocken kann dies zu Lackschäden, gerissenen Windschutzscheiben oder sogar schweren Unfällen führen.

Am 29.01.2026 gegen 14 Uhr ereignete sich im Bereich des Autobahndreiecks Salzgitter ein typischer Unfall, bei dem ein Auto von einer herabfallenden Eisscholle eines Sattelzugs getroffen wurde. Dabei wurde die Windschutzscheibe des Autos schwer beschädigt. Während der Unfallaufnahme überprüften die Polizeibeamten mit einer Leiter das Dach des Sattelaufliegers. Dort fanden sie neben Schnee eine etwa 120 cm lange, 30 cm breite und bis zu 8 cm dicke Eisplatte mit erheblichem Gewicht. Hätte sich diese Eisplatte oder Teile davon während der Fahrt gelöst, wären die Unfallfolgen sicherlich viel schwerwiegender gewesen als nur eine beschädigte Windschutzscheibe.

Alle Fahrer sind gesetzlich verpflichtet, vor Fahrtantritt ihr Fahrzeug von Eis und Schnee auf dem Dach zu befreien. Da der Fahrer des Sattelzugs in diesem Fall dieser Pflicht deutlich nicht nachgekommen ist und es zu einem Unfall gekommen ist, wird gegen ihn ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Die vorgesehene Strafe für diesen Verstoß beträgt 120EUR plus Verwaltungsgebühren und einen Punkt im Fahreignungsregister. Um Bußgelder und Unfälle zu vermeiden, fordert die Polizei daher dazu auf, die Dächer der Fahrzeuge vor Fahrtantritt zu kontrollieren.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Niedersachsen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Niedersachsen insgesamt 211.737 Verkehrsunfälle. Davon waren 32.471 Unfälle mit Personenschaden, was 15,34% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 4.271 Fälle aus, was 2,02% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 1.665 Fällen registriert, was 0,79% entspricht. Die Mehrheit der Unfälle waren übrige Sachschadensunfälle mit 173.330 Fällen, was 81,86% ausmacht. In Bezug auf die Ortslage ereigneten sich 24.125 Unfälle innerorts (11,39%), 13.995 außerorts (6,61%) und 3.672 auf Autobahnen (1,73%). Bei den Verletzten gab es 423 Tote, 5.122 Schwerverletzte und 36.247 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 211.737
Unfälle mit Personenschaden 32.471
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 4.271
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 1.665
Übrige Sachschadensunfälle 173.330
Ortslage – innerorts 24.125
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 13.995
Ortslage – auf Autobahnen 3.672
Getötete 423
Schwerverletzte 5.122
Leichtverletzte 36.247

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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