Eine Seniorin wurde Opfer von Betrügern, die sich als Polizei und Staatsanwalt ausgaben und sie zur Geldübergabe zwangen.
Hildesheim: Schockanruf – Geld und Schmuck erbeutet

Hildesheim (ost)
HILDESHEIM – LANDKREIS HILDESHEIM – (jpm) Gestern (07.05.2026) wurde eine ältere Frau aus dem Landkreis Hildesheim Opfer von Betrügern. Sie wurde durch einen Schockanruf so unter Druck gesetzt, dass sie schließlich Geld und Schmuck an einen unbekannten Täter übergab.
Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die Frau am Nachmittag von einem Mann angerufen, der sich als Polizeibeamter aus Hildesheim ausgab. Er erzählte der Frau, dass ihre Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Im Hintergrund war eine weibliche Person zu hören, die um Hilfe rief. Außerdem wurde die Frau mit einem weiteren Mann verbunden, der sich als Staatsanwalt ausgab und den Sachverhalt bestätigte.
Um die Inhaftierung ihrer Angehörigen zu verhindern, sollte die Frau eine Kaution zahlen. Dabei wurde sie auch nach ihren finanziellen Verhältnissen befragt.
Die Betrüger gingen offenbar so überzeugend vor, dass die Seniorin glaubte, ihre Tochter sei in einer Notlage und brauche Hilfe, weshalb sie die geforderte Kaution zahlte.
Die Übergabe fand gegen 18:00 Uhr in der Kaiserstraße statt, ungefähr in der Mitte zwischen Kardinal-Bertram-Straße und Almsstraße. Die Geschädigte musste die ganze Zeit telefonisch mit den Betrügern in Kontakt bleiben.
Der Abholer soll etwa 25 bis 30 Jahre alt und schlank sein. Er soll dunkle Haare und einen federnden Gang haben. Außerdem trug er eine Sonnenbrille und einen auffällig grünen Rucksack bei sich. Nachdem er die Beute erhalten hatte, entfernte er sich zu Fuß in Richtung Justizzentrum.
Zeugen, die die Übergabe möglicherweise beobachtet haben oder sonstige Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 05121/939-115 bei der Polizei Hildesheim zu melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Niedersachsen für 2022/2023
Die Mordraten in Niedersachsen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 278 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 236 waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 258 auf 225. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 380 auf 315 zurück, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 278 | 236 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 258 | 225 |
| Anzahl der Verdächtigen | 380 | 315 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 329 | 269 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 51 | 46 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 152 | 127 |
Quelle: Bundeskriminalamt








